Gibt’s im Haushalt mehrere Rechner, stellt sich die Frage, auf welchem Rechner Outlook installiert und Mails abgeholt werden sollen. Im Arbeitszimmer, im Wohnzimmer oder auf dem Notebook? Die Antwort ist einfach: auf allen Rechnern. Mit einem Trick kein Problem.

Normalerweise sind die Mails vom Server des Providers verschwunden, sobald Outlook sie abgeholt hat. Es geht aber auch anders. Wer möchte, kann auf allen Rechnern Outlook installieren und von dort alle Mails empfangen. Damit’s funktioniert, muss auf dem Zweit- und Drittrechner eine wichtige Einstellung geändert werden. Das Grundprinzip: Ein Rechner wird zum Hauptrechner, der wie gehabt alle Mails vom Server abholt. Zweit- und Drittrechner können zwar ins Postfach schauen, lassen Mails aber auf dem Server des Providers.

Die Einstellungen auf dem Hauptrechner bleiben unverändert. Auf dem Zweit- oder Drittrechner jeweils den Befehl „Extras | Kontoeinstellungen“ aufrufen, das eigene Postfach markieren und auf „Ändern“ klicken. Dann auf „Weitere Einstellungen“ sowie „Erweitert“ klicken und das Kontrollkästchen „Kopie aller Nachrichten auf dem Server belassen“ ankreuzen. Alle Fenster mit OK, „Weiter“ und „Fertig stellen“ schließen.

Jetzt gilt: Erst wenn mit dem Hauptrechner Mails abgeholt werden, werden sie beim Provider gelöscht. Holen Zweit- und Drittrechner Mails ab, werden sie nur zu Outlook kopiert und bleiben beim Provider – eben so lange, bis der Hauptrechner dran war.

2 Kommentare
  1. Peter
    Peter sagte:

    Und noch eine Idee, sofern die verschiedenen Rechner in einem gemeinsamen Netzwerk sind (bei *einem* Haushalt ja durchaus möglich): Den Platz für die PST-Dateien (in denen die Mails und alle anderen Outlook-Daten liegen) an einem immer verfügbaren Platz ablegen, z.B. auf dem am USB-Port des Routers angeschlossenen USB-Stick. Der hat dann meist eine eigene IP-Adresse und ist von jedem Rechner des Netzwerkes erreichbar. Dann muss man nur noch in Outlook unter Datei/Datendateiverwaltung dafür sorgen, dass alle Outlook-Installationen auf den gemeinsamen Platz zugreifen. USB-Sticks sind mitunter natürlich nicht so schnell, Abhilfe könnte ein NAS (Netzlaufwerk) sein. Aber zur Vorsicht mit einer Kopie des Profils (unter Systemsteuerung/Mail) arbeiten… sicher ist sicher 😉

  2. Sebastian
    Sebastian sagte:

    Nette Kurzanleitung, aber einige Schwächen: Sobald der Hauptrechner die Mails abgeholt hat (evtl. auch unabsichtlich, wenn der Rechner längere Zeit an ist), sind die Mails nicht mehr beim Provider und damit von den anderen Rechnern aus nicht sichtbar, man erhält also auf Dauer zwangsläufig irgendwann unterschiedliche Mail-Bestände auf den unterschiedlichen Rechnern. Sehr unangenehm, wenn man gerade eine bestimmte Mail sucht und sie partout nicht finden kann, obwohl man sich sicher ist, die doch bekommen zu haben.
    Abhilfe? Ein Mailprovider, der den Zugang zum Postfach auch mittels IMAP anstatt POP3 (oder Exchange, ist aber selten) zur Verfügung stellt oder gleich ein Provider, der ein gutes Webinterface und viel Speicherplatz im Angebot hat, dann ist man komplett unabhängig und hat die eigenen Mails überall verfügbar wo ein Browser und Internet greifbar sind.

Kommentare sind deaktiviert.