Fake-Account von Martina Gedeck leimt Medien

Tagesspiegel, TAZ, Welt Online – viele haben die Twitternachrichten ernst genommen und ungeprüft zitiert, die mit der Absenderkennung @martinagedeck in die Welt gepustet worden. Doch es war nicht die bekannte Schauspielerin, die da Indiskretionen aus der Bundesversammlung getwittert hat, sondern die Satirezeitschrift Titanic. Titanic hat sich einen bösen Scherz erlaubt, wollte die Medien vorführen, die gerne alles ungeprüft übernehmen. Und es hat – leider – geklappt.

Dabei hätte man den Fake, die Fälschung ganz leicht erkennen können. Der Twitter-Kanal war nagelneu, die Nachrichten wurden von einem PC aus abgeschickt – obwohl niemand in der Bundesversammlung mit einem PC unterm Arm gesichtet worden ist. Peinlich.

Was auch kaum einer weiß: Twitter hat vor einer Weile Verified Accounts eingeführt, das „verifizierte Benutzerkonto“. So kennzeichnet Twitter Benutzerkonten mit prominenten Namen, die auf Echtheit überprüft wurden. Hat sich bislang nicht wirklich herumgesprochen – und scheint deshalb wirkungslos. Vielleicht auch deshalb, weil Twitter das nicht wirklich mit Nachdruck voranbringt. Wäre aber dringend nötig, wie man jetzt mal wieder gesehen hat.

1 Kommentar zu „Fake-Account von Martina Gedeck leimt Medien“

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