Andere Länder, andere Sitten: Während wir Deutsche nur ungern über unser Ein kommen oder Vermögen reden, haben Amerikaner ein eher unverkrampftes Verhältnis dazu. Die meisten reden völlig offen über ihre Vermögenssituation – sogar öffentlich, und immer öfter sogar im Web.

Wichtigster Anlaufpunkt ist das neue Finanzportal networthiq.com, das sich gerade zu einer Art “Facebook für Finanzen” entwickelt. Hier kann jeder seine Finanzsituation veröffentlichen: Aktien, Anleihen, Immobilien, Wertsachen, Einkommen, Guthaben – lässt sich auf der Haben-Seite eintragen. Schulden, Verbindlichkeiten und Kredite landen auf der anderen Seite der Online-Bilanz. Das Ganze wird regelmäßig aktualisiert, damit Trends deutlich werden. Motto: Ich weiss, was Du letzten Sommer verdient hast…

Tausende von Amerikanern machen mit, der 14-Jährige Schüler, der noch bei seinen Eltern wohnt, aber auch Studenten, Rentner, Angestellte oder Top-Manager. Während die Angaben zu den Finanzen äußerst konkret sind, sind die Angaben zur Person eher vage, alles ist weitgehend anonym. Die Mitglieder können hier ihre Situation vergleichen und mit anderen Anlagestrategien diskutieren – das ist der Zweck von Networthiq.
Für deutsche Ohren klingt es unglaublich – in den USA entwickelt sich das aber gerade zu einem neuen Trend.