Die Debatte um Google Streetview nimmt mitunter absurde Züge an. Das soll wohl auch diese Aktion beweisen: Fans von Borussia Dortmund haben nach eigenen Angaben nun einen Antrag auf Verpixeln der Schalke-Arena gestellt (das ist das Stadion des Erzrivalen Schalke 04). Sie haben das Stadion bei Google Street View markiert und das Antragsformular ausgefüllt.

Als Beleg für diese Untat haben die Scherzkekse einen Screenshot ihres Antrags unter schwatzgelb.de veröffentlich. Das Stadion wurde in Google Maps markiert, das Eingabefeld „Angaben, wie das Gebäude von der Straße aussieht“ mit „hässlich“ beschrieben. Klar, was sollen BBVB-Fans sonst auch sagen!?

Die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Antrag angenommen wird, geht freilich gegen Null. Denn nur Hausbesitzer und Mieter dürfen das Verpixeln von Gebäuden beantragen. Aber die Aktion zeigt, womit sich Google auch wird rumplagen müssen: Mit sinnlosen Anträgen, die eigentlich gar nicht gestellt werden dürften.

3 Kommentare
  1. Lena
    Lena sagte:

    Da ist schon das erste Problem, was Google Street View wahrscheinlich nicht in den Griff bekommen wird. Ich denke, dass noch mehr solcher Vorfälle passieren werden, und, dass alles im kompletten Chaos enden wird. Meiner Meinung nach sollte Google Street View abgeschafft werden.

  2. Gilhorn
    Gilhorn sagte:

    Die Frage ist, ob von Google die Anträge auf die Berechtigung der Antragsteller geprüft wird. Hierzu müßten die Daten mit mehreren behördlichen Stellen abgeglichen werden. Bei Privatpersonen bzw. Mietern mit dem Einwohnermelderegister, bei Immobilienbesitzern mit dem Grundbuchamt usw.. Wie das erfolgen soll, da Google zu diesem Abgleich nicht berechtigt ist, ist völlig schleierhaft. Also wird Google wohl allen Anträgen ohne Prüfung stattgeben. Dem Mißbrauch ist Tür und Tor geöffnet. Inwieweit das Stellen unberechtigter Anträge strafrechtlich relevant ist, ist die weitere Frage. Diese absolut lächerliche Situation ist von unsren kurzsichtigen Politikern und selbsternannten Datenschützern durch ihre Profilneurose und Geltungssucht herbeigeführt worden. Erst denken dann handeln!!!

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  1. […] Schieb.de beurteilte den Erfolg des Antrags folgendermaßen: Die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Antrag angenommen wird, geht freilich gegen Null. Denn nur Hausbesitzer und Mieter dürfen das Verpixeln von Gebäuden beantragen. Aber die Aktion zeigt, womit sich Google auch wird rumplagen müssen: Mit sinnlosen Anträgen, die eigentlich gar nicht gestellt werden dürften. […]

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