Seit einigen Wochen kann man elektronische Briefe verschicken: Keine E-Mails, sondern Briefe, die zwar am Computer erstellt, dann aber bei der Post ausgedruckt, kuvertiert, frankiert und per regulärer Post zugestellt werden. E-Postbrief nennt die Deutsche Post diesen Service.

Eigentlich sollen E-Postbriefe schon am nächsten Tag beim Empfänger sein. Allerdings klappt das offensichtlich nicht immer. Die Stiftung Warentest hat nämlich die Probe aufs Exempel gemacht und den neuen Dienst ausprobiert. Einige der elektronischen verschickten Briefe sind erst am zweiten Tag beim Empfänger eingetrudelt. Außerdem habe die Druckvorschau etwas anderes gezeigt als das, was letztlich gedruckt wurde.

Die Tester waren nicht wirklich zufrieden. Man könnte das als Kinderkrankheiten abtun, nach dem Motto: So ist das halt mit neuen Diensten.

Finde ich aber nicht. Ein neuer Dienst muss auch funktionieren. Erst recht, wenn er so teuer ist wie der E-Postbrief und sich jeder sowieso fragt, wozu das gut sein soll. Dann muss wenigstens das funktionieren, was man verspricht – das der Brief am nächsten Tag im Briefkasten landet.

1 Antwort
  1. Gilhorn
    Gilhorn sagte:

    Der Teufel steckt im Detail. Wenn man einen Brief im Posteingang oder in der Ablage lesen möchte und befolgt den Hinweis auf der Seite “…klicken Sie auf einen E_POSTBRIEF, um ihn anzuzeigen…” dann tut sich überhaupt nichts. Auch ein markieren per Mausklick und ENTER-Taste führt nicht zum Erfolg. Erst wenn man wütend auf dem Brief herumklickt, merkt man, daß sich die Briefe nur durch schnellen Doppelklick öffnen lassen. Man lernt bei der ePost eben durch Erfahrung.

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