Welche Bedeutung Onlinekarten wie Google Maps heutzutage haben, belegt ein ungewöhnlicher Fall der letzten Tage. Da ist doch tatsächlich eine nicaraguanische Militäreinheit ins Nachbarland Costa Rica einmarschiert und hat begonnen, dort ein Camp zu errichten – allerdings ohne es zu merken und auch ohne ein schlechtes Gewissen.

Denn Nicaraguas Militär setzt kein teures Kartenmaterial aus Papier ein, sondern stützt sich einzig und allein auf das online verfügbare Kartenmaterial von Google Maps. Google selbst hat den Fehler bereits in seinem Firmenblog zugegeben und erklärt.

Na, das nenne ich doch wirklich mal aufgeschlossen für technische Neuerungen. Bei derart heiklen Fragen allerdings, die mühelos einen bewaffneten Konflikt auslösen können, sollte man sich aber vielleicht doch nicht blind auf ein kostenlos zur Verfügung gestellten Onlinedienst verlassen.
Übrigens: Der Grenzverlauf besteht seit 1888. Es lag also nicht daran, dass die Onlinekarten von Google nicht aktuell gewesen wären. Das Datenmaterial war nur schlicht – falsch.

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