Es ist ein bisschen still geworden um Google Streetview, diesem Onlinedienst, bei dem man virtuell durch die Straßen großer Städte flanieren kann – nur in deutschen Städten sieht man dabei schon mal verpixelte Häuserfassaden.

Microsoft will nun einen vergleichbaren Dienst anbieten, Bing Maps Streetside heißt er. In den USA und einigen anderen Ländern gibt es längst Panoramaansichten von Straßenzügen, ab Sommer diesen Jahres auch von vielen deutschen Städten. 50 Städte sollen es insgesamt werden. Anfang Mai schickt Microsoft mehrere Fahrzeuge auf die Straße, die Aufnahmen machen sollen… Das Ergebnis: So ziemlich dasselbe wie bei Google Streetview.

Microsoft hatte mehr Zeit, sich auf möglichen Widerstand vorzubereiten. Geholfen hat das nicht: Es hagelt trotzdem Proteste im Vorfeld. Zwar soll man auch bei Streetside die Möglichkeit bekommen, sein Haus verpixeln zu lassen – aber erst, nachdem die Streetside-Bilder online gegangen sind. Das finden einige Datenschützer empörend, auch Verbraucherschutzministerin Aigner hat sich beschwert.

Die Diskussion geht also wieder von vorne los. Es sollte endlich mal verbindlich geklärt werden, ein für alle Mal, ob öffentlich zugänglich Häuserfassaden ernsthaft durch das Persönlichkeitsrecht geschützt sind. Ich kann es mir wirklich nicht vorstellen…