Obst kostenlos selber ernten: mundraub.org

Obst kostenlos selber ernten: mundraub.org

Jedes Jahr verfaulen in Deutschland Tonnen von Obst, weil unzählige Obstbäume an Wegen und Straßen oder auf verlassenen Grundstücken und Gärten nicht abgeerntet werden. Stattdessen kaufen die Menschen im Supermarkt Äpfel und Kirchen aus Neuseeland, Chile und Südafrika.

Das muss nicht sein – haben sich auch die Macher der Webseite mundraub.org gedacht. Auf der Webseite kann jeder den Standort von öffentlich zugänglichen Bäumen und Sträuchern eintragen, die nur darauf warten, dass man ihre Früchte pflückt. Die Standorte werden auf einer Google-Maps-Karte dargestellt, so dass man sich praktischerweise gleich den Weg dorthin anzeigen lassen kann.

Obst kostenlos selber ernten: mundraub.orgZur Auswahl stehen die Kategorien Obst, Kräuter, Nüsse und Beeren, die sich noch einmal in verschiedene Sorten unterteilen. So sieht der Besucher anhand der kleinen Symbole auf der Karte, wo es in der Umgebung Äpfel, Aprikosen und Maulbeeren oder aber Bärlauch, Rosmarin oder Haselnüsse gibt. Wer selbst Obstbäume besitzt, die von jedem geerntet werden dürfen, kann die eigenen Bestände in die Karte eintragen.

mundraub.org bietet auch nützliche Tipps. Wie pflanzt und pflegt man Obstbäume? Wie kann man erkennen, ob ein Baum wirklich für alle zur Verfügung steht? Was sollte man tun, wenn man sich unsicher ist? Wie mundräubert man fair? Solche und viele weitere Fragen beantworten die Autoren. Credo der Webseite: Mundräubern ist ein Geben und Nehmen.

www.mundraub.org

5 Kommentare zu „Obst kostenlos selber ernten: mundraub.org“

  1. @erstaunlich: Deine Statements erinnern mich an die so mancher 70-jähriger Texaner: „Obamas Gesundheitsreform ist doch reiner Sozialismus! Mit diesem Sozialisten wird Amerika untergehen.“

    Denke doch lieber mal an die Saftigkeit eines einsamen Apfels am Wegesrand, den niemand essen würde, wenn Mami diesen Apfel nicht auf mundraub.org gefunden hätte, um ihre schreienden Kinderchen im Auto zu beruhigen. Also: Komm mal runter!

  2. Erstaunlich ist das, nicht? Gemeineigentum gehört dem Bürger und wenn Bürger dieses Gemeineigentum nutzen, dann bestehlen sie sich selbst. Erstaunlich und brilliant hergeleitet.

  3. Tja,

    dem stimme ich voll zu: Ein Strafrichter wird das Argument, man habe sich beim Pflücken auf Angaben im Internet verlassen, nicht gelten lassen.”

    Daher sind die AGB schon solche zweifelhaften Angaben im Internet.

    Es gibt in Deutschland keine Flächen die keinem gehören. Wenn diese nicht privat sind, dann ist die Kommune, der Kreis, das Land, die Bundesrepublik Deutrschland Eigentümer.

    Wer sich auf den Flächen öffentlichen Eigentums bedient begeht daher Diebstahl an den Eigentümer. Eigentümer sind hier die Bürger. Im Zweifel also an alle Bürger der Republik.

    Wirklich nicht akzeptabel wenn da jemand zum Diebstahl von Gemeinschaftseigentum auffordert.

  4. Wow, Aufforderung zu einer Straftat?

    Was wohl die Staatsanwaltschaft dazu sagt?

    Gibt es hier Urteile die Sie im Rücken haben?

    Ganz mächtig mutig! Wenn ich demnächst mein Eigentum, also Obst oder mein Auto nicht nutze dann fährt halt ein sozialistisch angehauchter Straftäter dorhin und klaut, weil Volkseigentum vefällt????

    Unglaublich. (Punkt)

    Ach ja wenn ich so überlege hätte ich da einen Nachbarn dem ich seine Kirschen nicht gönne, weil: der lebt ja davon…

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