Wikileaks erwägt Klage gegen Master-Card und Visa

Die Enthüllungsplattform Wikileaks in vielen ein Dorn im Auge, vor allem der US-Regierung. Die setzt alle Hebel in Bewegung, um Wikileaks loszuwerden. Da wird dann auch schon mal Druck ausgeübt, etwa auf große Banken. Einige davon verstehen es als ihre patriotische Pflicht, den Spendenfluss an Wikileaks zu stoppen. Wohl wissend, dass das Wikileaks in ernsthafte Schwierigkeiten bringen kann, denn Wikileaks ist auf Spenden angewiesen. Seit der Inhaftierung von Gründer Julian Assange mehr denn je.

In einem ironischen Internetvideo, der den Werbespot einer großen Kreditkartenfirma parodiert, bringt es Wikileaks auf den Punkt: 15 Millionen Dollar Ausfälle durch die Weigerung von Mastercard und Visa, Spenden an Wikileaks abzuführen. Doch der Welt dabei zusehen, wie sie sich dank Wikileaks verändert, demokratischer wird: Unbezahlbar.

In Europa droht Wikileaks den Finanzunternehmen nun mit einer Klage, wegen „unrechtmäßiger, seitens der USA beeinflusster Finanzblockade“. Verständlich. In jedem Erotikshop kann man mit Kreditkarte bezahlen – aber eine Onlineplattform wird aus fadenscheinigen Gründen ausgeschlossen? Unverständlich.

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