Twitter ist ein blitzschnelles Medium – und das kann sich rächen. Dann nämlich, wenn man der Versuchung erliegt, der schnellste zu sein, der etwas twittert, und Nachrichten in die Welt pustet, bevor sie eigentlich passiert sind.

So geschehen diese Woche, als Deutschlands National-Elf gegen Polen gekickt hat. In der allerletzten Sekunde schoss Cacau den Ausgleich zum 2:2. Nur wurde das nicht von allen getwittert. Bereits wenige Sekunden vor dem offiziellen Ende des Spiels twitterten angesehene Redaktionen wie tagesschau.de und stern.de bereits das vermeintliche Endergebnis: Niederlage der DFB-Elf.

Peinlich, peinlich: Da haben Redakteure etwas zu schnell auf “Senden” geklickt, weil sie die ersten sein wollten und nicht warten konnten, bis die Zeit reif war. Die Häme der Online-Community war dann unvermeidlich. Alle machten sich lustig über diese Falschmeldung auf Twitter. Schadenfreude – muss auch sein. Und beim nächsten Mal lieber bis zum Schlusspfiff warten, liebe Redakteure. Schnell ist gut – vorschnell aber nicht.