Eine der größten Schwachstellen des kostenlosen Firefox-Browsers war bislang der verschwenderische Umgang mit dem Speicher. Und der ist eigentlich ständig zu spüren: Wer im Alltag viel am PC surft, dabei viele Tabs öffnet und viele unterschiedliche Webseiten ansteuert, der konnte bei Firefox bislang regelrecht zusehen, wie der verfügbare Speicherplatz immer weniger und der Rechner insgesamt immer langsamer wurde.

Endlich haben die Entwickler das ärgerliche Problem gelöst. Die gerade neu vorgestellte Version 7 verbraucht jedenfalls spürbar weniger Speicher als die Vorgänger und öffnet dadurch Tabs und Menüs spürbar schneller. Das allein ist schon ein klarer Vorteil beim Surfen. Doch darüber hinaus präsentiert Firefox 7 auch HTML-5-Grafiken zügiger, was sich vor allem bei Onlinespielen bemerkbar macht.

Lohnt ein Umstieg? Unbedingt: Wer sowieso mit Firefox surft, sollte sich die Verbesserungen nicht entgehen lassen. Denn weniger Speicherhunger und ein insgesamt flotterer Browser, das macht definitiv mehr Spaß. Wer allerdings einen anderen Browser benutzt – und das dann vermutlich auch aus guten Gründen -, der braucht deswegen keinen Umstieg ins Auge zu fassen. Denn Version 7 bietet im Vergleich zur erst im August 2011 vorgestellten Version 6 eben lediglich Verbesserungen in Sachen Tempo, jedoch keine bahnbrechenden Neuerungen. Der Browser an sich ist absolut gleich geblieben.

Firefox 7 kann ab sofort auf der Homepage der Mozilla Foundation geladen werden.

1 Antwort
  1. Andy T.
    Andy T. sagte:

    Schönes Verkaufsargument, leider ein bisschen (um es vorsichtig auszudrucken) übertrieben.
    Erstens der Speicherverbrauch sinkt, meiner Erfahrungen nach, höchstens um ca. 10 bis 15% direkt nach dem Start der Software. Nachdem ein paar Seiten geöffnet und dann geschlossen werden, steigt er zuerst bedeutend, um dann ganz unwesentlich zu sinken (auch um ca. 10%). Es bleiben anscheinend doch ganze Menge Leichen im Speicher.

    Außerdem, was den Browser so interessant gegenüber der Konkurrenz macht, sind doch die Erweiterungen, und die nehmen weiterhin viel Speicher in Anspruch. Sollte man auf sie verzichten, stellt sich die Frage, warum soll man den IE z.B überhaupt noch ersetzen wollen/müssen.

    ÜBrigens die ganze Problematik betrifft auch Google Chrome. „Nackig“ ist dieser Browser schlank und relativ schnell, erweitert man ihn um ein paar zusätzliche Werkzeuge, werden gleich auch ein paar hundert MB beansprucht.

    Reasumierend, man darf alle diese großmäulige Ankündigungen der Softwareentwicklern zwar zur Kenntnis nehmen, aber genissen sollte man sie trotzdem mit Vorsicht. -:)

    Und noch eins, für den Speicherverbrauch der Browser sind nicht nur deren Entwickler verantwortlich. Genauso schuldig sind auch die Gestallter der Seiten, die mittlerweile so viel Müll drauf packen, dass die Öffnungszeiten in unendliche schiessen.

    Alleine diese, auf den ersten Blick ziemlich spartanisch gestalltete Seite, will ca. Pi mal Daumen 20 Scripte öffnen, inkl. Verbindungen mit FB, Twitter und weiß der Geier noch was. Wer braucht z.B. diese Fotos von Anhängern der Seite? Und die müssen auch irgendwo aus dem Netz geholt werden.

    Sollte man sich nicht also zuerst an eigenes Herz fassen, bevor man an die Anderen große Erwartungen stellt?

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