Windows-Explorer: In Windows 8 mit Menüband

Windows 8 macht einiges anders. Radikale Änderungen wie das Metro-Design werden wohl einige Zeit brauchen, bis wir uns an sie gewöhnt haben. Bei näherem Hinsehen kann man viele Verbesserungen im Detail finden, die ich mit einem Daumen-hoch belege, weil sie nützlich und durchdacht sind.

Im ersten Teil haben wir bereits einen Blick auf Online-Dienste von Drittanbietern geworfen, uns über die allgegenwärtige Datenwolke gewundert, und herausgefunden, dass die neue Kopierfunktion mehr Hirn hat. Sehen wir uns nun zwei weitere Neuheiten an.

4. Turbostarter für Windows

Für viele bisherige Windows-Versionen versprochen, jetzt langsam eingelöst: Windows 8 startet in wenigen Sekunden. Ohne Übertreibung. Wo Windows 7 noch 51 Sekunden zum Booten braucht, gibt Ihnen Windows 8 nicht mal mehr genug Zeit für einen Schluck Kaffee: nur eine gute halbe Minute wird zum Hochfahren benötigt.

Der Trick? Windows beendet beim Herunterfahren zwar alle Programme, schreibt aber den Systemkern direkt vom Speicher auf die Festplatte. Beim Hochfahren wird das Ganze dann 1-zu-1 wieder eingelesen, ein Ruhezustand für den Kernel sozusagen.

5. Gebändigter Explorer

Öffnen Sie doch mal den Windows-Explorer. Im ersten Moment werden Sie sich unwillkürlich fragen, ob Sie versehentlich Office gestartet haben. Das von dort bereits bekannte (und von den einen geliebte, oder aber gehasste) Menüband hat sich nun auch in der Kommandozentrale des Dateisystems verewigt. Damit nähern sich die Benutzeroberflächen aller wichtigen Microsoft-Kreationen aneinander an.

Wie gut sich damit freilich auf Dauer arbeiten lässt, das wird sich noch zeigen müssen. Für jetzt wollen wir dem Windows-Team Glauben schenken und am Anfang fröhlich suchen gehen, wie sich denn jetzt Ordner-Freigaben einrichten lassen…

Windows-Explorer: In Windows 8 mit Menüband

2 Kommentare
  1. Ich
    Ich sagte:

    Was mich am neuen Explorer stört: der „nach oben“ Button passt irgendwie nicht ins Design, die Aero-Integration ist nicht mehr so schön wie in Win7 und die Adressleiste „springt“, wenn man z. B. von der Systemsteuerung aus eine Ebene nach oben geht.

    Was mich auch in der aktuelle Version fehlt: Tabs und Split-View (Es wirklich sehr praktisch in KDE Dolphin).

  2. Gilhorn
    Gilhorn sagte:

    Dass sich alle Windows -Kreationen in der Kommande-Zentrale ähnlich werden, mag seine Vorteile haben.
    Ein Nachteil ist allerdings unübersehbar, durch die Kommandozentrale geht viel Platz vom Arbeitsbereich verloren. Sieht man sich nur die Platzverschwendung für den Befehl „Löschen“ an, fragt man sich, wo da der Sinn liegen soll.
    Je größer aber der Arbeitsbereich, desto übersichtlicher läßt sich darauf arbeiten. Der PC ist schließlich hauptsächlich zum Arbeiten gedacht und nicht um die Befehle von Windows zu bestaunen.

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