Sie waren und sind leider immer noch die Pest im Web: Webseiten, die im großen Stil arglose User über den Tisch und dann das Geld aus der Tasche ziehen. Zuerst werden die Besucher mit vermeintlich interessanten Inhalten auf die Webseite gelockt und sie dann zum Ausfüllen eines Webformulars überredet. Dabei wird den Betroffenen ein Abo untergejubelt, das bis zu 100 Euro im Jahr kostet.

Endlich wurde so eine Bande von Abo-Betrügern dingfest gemacht und diese Woche vom Landgericht Hamburg zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Über 70.000 Menschen wurden geprellt, um mehr als fünf Millionen Euro. Fast noch schlimmer sind die Kollateralschäden, vor allem der wirtschaftliche Schaden durch breiten Vertrauensverlust. Denn durch die Praktiken des Abzock-Gesindels geraten auch viele eigentlich seriöse Anbieter unnötig in Verdacht. Sie machen weniger Geschäfte.

Ein Abo-Abzocker weniger. Gut so. Hoffen wir auf eine abschreckende Wirkung.

1 Antwort
  1. Ernst Schmid
    Ernst Schmid sagte:

    Hallo, es ist gut das einige gefasst und verurteilt wurden.
    Meiner Meinung müssen die ehrbaren Anbieter ihre Seiten besonders kennzeichnen als solche, dann würden den Kriminellen das Leben auch schwerer gemacht werden. UND die Strafen müssten um einiges höher, weil abschreckender, sein. Was sind knapp vier Jahre bei einem Schaden von mehr als 5 Millionen und bei mehr als 70 000 Straftaten.

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