Vergangene Woche hat die Stiftung Warentest für einigen Wirbel gesorgt: Von vierzehn kostenpflichtigen und vier kostenlosen Schutzprogrammen, die Computerbenutzer vor Viren, Würmern und Trojanern schützen sollen, haben gerade mal zwei das Testurteil “gut” bekommen. Die meisten Programme wurden von den Testern abgewatscht – zu geringe Erkennungsrate.

Stimmt nicht, meinen nun acht Hersteller von Schutzprogrammen. Sie beklagen sich in einem gemeinsamen offenen Brief über die Testmethoden der Stiftung. In der Tat hat die Stiftung Warentest eigenwillige Methoden eingesetzt, um die Schutzprogramme zu testen. Tatsache bleibt aber auch, dass die Schutzprogramme zumindest in der Testumgebung der Stiftung Warentest teilweise kläglich versagt hat.

Was nun zurückbleibt, ist eine Verunsicherung bei den Konsumenten. Nicht schön.

3 Kommentare
  1. Jürgen Klebert
    Jürgen Klebert sagte:

    Stiftung Warentest in allen Ehren, aber manche Tests sind schlichtweg gruselig und, lieber Gerd B., NICHT immer gut recherchiert und oft (unabsichtlich???) so strukturiert, dass man schon vorher weiß, was dabei herauskommen SOLL!!

    Der entsprechende Vergleich von AV-Test, auf den sich zu Recht die meisten Fachzeitschriften berufen, ist umfassender (23 Programme). Er wird im 2-monatigen Rhythmus ständig wiederholt und erscheint mir weitaus seriöser. Ein Klick auf die Seite – av-test.org – lohnt sich.

  2. gerd b
    gerd b sagte:

    ich fühle mich nicht im geringsten verunsichert. im gegenteil, der artikel — und auch die information auf den 3 seiten davor — ist hervorragend recherchiert und liefert gute hinweise, welche gefahren bestehen und wie man sich davor schützen kann.

    das aufschreien der hersteller ist für mich das sicherste zeichen, dass sie sich (mit recht) getroffen fühlen. die lange historie der testberichte zeigt, dass das gezeter immer dann am grössten ist, wenn die testergebnisse der wirklichkeit am nächsten kommen.

    die artikel weisen ausdrücklich darauf hin, dass das A&O eines funktionierenden schutzes die *schnelligkeit des herstellers* ist. da gibt es riesige unterschiede, wie ich selbst letzten november erfahren musste. ich hatte mir eine variante von graftor eingefangen und weder mein AV-programm noch die firewall hatten den befall verhindert. mit SystemExplorer (freeware) fand ich über die autostart-einträge die schaddateien und schickte sie an die online angeschlossenen 43 virenscanner. einzig Kaspersky kannte die variante schon und Malwarebytes konnte sie schliesslich entfernen. alle anderen AV-hersteller versagten, z. t. auch noch 5 tage später — ganz egal, ob mit oder ohne internetverbindung.
    die kritik der hersteller geht ins leere. sie sollten lieber an ihrer reaktionsschnelligkeit und an schlanken softwarepaketen als an offenen briefen arbeiten.

  3. Ernst Schmid
    Ernst Schmid sagte:

    Hallo,

    ist es nicht die Aufgabe bzw. das Credo von Stiftung Warentest die Menschen aufzuklären und nicht zu verunsichern?
    Und gibt es keine Vorgaben um solche Programme objektiv zu testen?
    Ich werde den Eindruck nicht los als wenn es Stiftung Warentest nur darum geht, seine “Zeitung” an den Mann, sorry, und natürlich Frau zu bringen.

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