Welche IP-Adressen zu welchen Domains gehören, ist in sogenannten DNS-Einträgen festgelegt. Bei jedem Zugriff auf einen Webserver wird daher zuerst eine DNS-Abfrage ausgeführt. Falls Ihr Ubuntu-System dabei nur Fehlermeldungen anzeigt, sollten Sie die DNS-Einstellungen prüfen.

Die erste Anlaufstelle ist dabei die Datei „/etc/network/interfaces“. Zum Bearbeiten brauchen Sie wie gewöhnlich Root-Rechte. Hier finden Sie für jeden Netzwerkadapter auch die DNS-Einstellungen. Die entsprechenden Zeilen beginnen mit „dns-nameservers“. Wenn hier die falschen IP-Adressen stehen, können keine DNS-Abfragen ausgeführt werden. Tragen Sie, falls solche Zeilen vorhanden sind, beispielsweise die Google-DNS-Server „8.8.8.8  8.8.4.4“ ein. Die zweite interessante Datei ist „/etc/resolv.conf“. Auch hier finden Sie Angaben zu DNS-Servern, die Sie nötigenfalls korrigieren können. Nach Änderungen starten Sie das Netzwerk neu, indem Sie „/etc/init.d/networking restart“ eingeben.

Falls danach noch immer keine DNS-Abfragen funktionieren, könnte auch eine Firewall Schuld daran sein. Für den DNS-Dienst muss der Port 53 für TCP und UDP geöffnet sein.

1 Antwort
  1. Rainer
    Rainer sagte:

    Hallo J.M.,

    der Hinweis auf die resolv.conf ist irreführend:
    Die meisten Systeme dürften ihre Adressen per DHCP beziehen. Ist das der Fall, wird bei jedem Update der DHCP-Lease die resolv.conf wieder mit den Einstellungen vom DHCP-Server überschrieben. Das passiert also mindestens 1x beim Systemstart.

    In dem Fall muss man also die DNS-Server in den Einstellungen des DHCP-Servers eintragen. DANN werden die automatisch an alle DHCP-Clients verteilt.

    (Und genau deshalb gibt’s ja die resolv.conf überhaupt)

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