Amazon-Chef Jeff Bezos will einen „Prime Air“ getauften Zustelldienst einführen. Schon in einigen Jahren sollen Drohnen besonders eilige Waren zum Kunden liefern. Jetzt bestellt – 30 Minuten später schon da. So in etwa lautet das ambitionierte Ziel, das Jeff Bezos in einem Interview im amerikanischen Fernsehsender CBS verraten hat.

In einem kleinen PR-Filmchen ist zu sehen, wie sich Amazon das vorstellt. Der Kunde bestellt auf der Webseite eine Ware und klickt auf den „Prime Air“-Button. Die bestellte Ware wird in eine extra Plastik-Box gepackt. Anschließend schnappt sich eine Drohne die Box und transportiert sie zum Kunden. Im Video klappt das prima: Die Drohne findet ihren Weg, liefert die Ware vor der Haustür ab und fliegt wieder davon. Zufriedene Kunden greifen nach der Ware und holen sie ins Haus – Box inklusive. In vier bis fünf Jahren will Amazon so weit sein.

Klingt nach einem PR-Gag. Denn Amazon dürfte kaum die nötigen Lizenzen bekommen, um mit Drohnen Waren zuzustellen. Von anderen Problemen mal ganz abgesehen: Wie sollen Drohnen in Großstädten Waren zustellen, wo sollen sie die Waren abstellen oder abliefern, was passiert mit Drohnen, die defekt sind? Außerdem wäre damit zu rechnen, dass Menschen sich einen Spaß daraus machen, Drohnen vom Himmel zu holen. Es wird wohl kaum möglich sein, diese Idee in die Tat umzusetzen.