Jeder kennt und nutzt ihn: Der Papierkorb hilft bei versehentlich gelöschten Dokumenten schnell weiter. Doch wie funktioniert der Papierkorb wirklich? Was passiert beim Löschen einer Datei eigentlich genau?

Wenn Sie im Explorer eine Datei löschen, wird die Referenz aus der Dateitabelle der Partition entfernt. Eine Meta-Datei mit Infos über die gelöschte Datei wird dann im Papierkorb abgelegt. Der Papierkorb ist in Wirklichkeit ein versteckter Ordner auf jedem Laufwerk. In Windows XP heißt der Ordner \Recycler, seit Windows Vista nennt er sich \$Recycle.Bin.

Im Papierkorb-Ordner gibt es für jedes Benutzerkonto einen Unterordner, und darin werden alle Meta-Dateien abgelegt. In einer Meta-Datei werden folgende Infos festgehalten:

  • Größe des gelöschten Elements,
  • Berechtigungen (welcher Nutzer hat Schreib- oder Leserechte?),
  • ein Zeiger auf den Speicherbereich, wo die Inhalte der gelöschten Datei liegen, sowie
  • der Pfad, wo das Element gespeichert war (etwa „C:\Ordner\Datei.txt“).

Stellen Sie die Datei wieder her, nutzt Windows die Metadaten, um die Originaldatei wieder auf die Festplatte zu schreiben. Leeren Sie den Papierkorb, werden einfach die Metadaten gelöscht und der Speicherbereich als frei markiert.

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