Microsoft ist ein Unternehmen mit Tradition. Wer kennt nicht die berühmtesren Produkte wie MS-DOS, Windows, Word oder Powerpoint? Nahezu jeder. Lange Zeit war Microsoft das Feindbild schlechthin. Einfach zu groß. Zu mächtig. Zu hungrig. Der Groll von einst ist verschwunden, denn Unternehmen wie Google, Facebool oder Apple machen noch viel mehr Kohle und haben mittlerweile einen größeren Stellenwert, merh Macht und Einfluss als Microswoft. Und das ist ein Problem – für Microsoft.

Kein Wunder, dass nun – nach der Fusion von Microsoft und Nokia – so viele Menschen gehen müssen. Rund 18.000 sollen es sein, vor allem bei Nokia. 18.000 Leuten von weltweit 127.000 (die Hälfte davon in den USA) wird also der Stuhl vor die Tür gestellt. Das hat der neue Microsoft-CEO Satya Nadella seinen Mitarbeiern mitgeteilt – in einer E-Mail. Wer komkret betroffen ist, erfährt es in den nächsten Wochen.

Der neue Chef Nadella hat ein neues Credo ausgerufen: Mobile first, Cloud first. Er hat die Zeichen der Zeit erkannt. Doe Mobilmarkt wächst am schnellsten – und fast alles wandert in die Cloud. Offensichtlich auch die Jobs. Den Mobilmarkt will man abdecken, aber mit weniger Leuten. Und wenn alles in der Cloud passiert, dann braucht man zwar wahnsinnig viele Menschen, die sich mit Cloud-Technik auskennen, vor allem IT-Techniker, aber eben weniger Leute für Vertrieb, Herstellung oder Marketing. Das Beispiel Microsoft macht deutlich, dass der Paradigmenwechsel – weg vom physischen Datenträger, hin in die Cloud – auch Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt hat. Weil Microsoft ein vergleichsweise altes Unternehmen ist, sind hier die Veränderungen konkret zu sehen. Google oder Facebook haben schon immer mit nicht-physischen Gütern gehandelt.

Die Umstrukturierungen bei Microsoft sind zweifellos bitter für die Betroffenen, aber wohl auch nötig, um das Unternehmen für die Zukunft zu rüsten.

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