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Mobilegeddon: Der neue Such-Algorithmus von Google

22.04.2015 | Von Jörg Schieb

Tipps

Die Branche hat seit Wochen gezittert: Google ändert seinen  Suchalgorithmus. Seit 21. April spielt es eine Rolle, ob eine Webseite auf einem Mobilgerät eine gute Figur macht oder nicht. Viele hatten befürchtet, das könnte ein Armageddon der Webseiten werden (deshalb Mobilegeddon) – und Besucher könnten ausbleiben. Doch wie es aussieht, ist das ganz große Drama ausgeblieben.

Der größte Onlinekonzern der Welt führt ein neues Bewertungssystem ein, das festlegt, welche Webseiten ins Töpfchen und welche ins Kröpfchen kommen. Google verändert die Art und Weise, wie Webseiten bewertet werden, welche eher zu einem eingetippten Keyword als Treffer präsentiert werden und welche eher nicht.

Neues Zauberwort: Mobile Friendly

Diesmal werden „Mobile-Friendly Sites“ beim Ranking besser berücksichtigt. Was das konkret bedeutet, weiß keiner. Denn Google verrät normalerweise keine Details über die Algorithmen, die im Hintergrund über die Sichtbarkeit einzelner Websites und damit über Wohl und Wehe entscheiden. Allerdings verändert Google immer wieder mal die Prinzipien.

Und jedes Mal geht bei Webmastern und Shop-Betreibern die Angst um, in Zukunft nicht mehr so gut von Google gelistet zu werden. Mobilegeddon – so wurde das neueste Update von Google getauft. Weil es diesmal vor allem um die Mobiltauglichkeit von Webseiten geht – und der neue Suchalgorithmus womöglich kein Stein auf dem anderen stehen lässt.

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Google schaut nun genauer hin, welche Figur eine Webseite auf einem Smartphone oder Tablet macht. Sind die Schriften groß genug und zoombar? Lassen sich Menüs auch auf einem Touchscreen gut bedienen? Wird Flash verwendet? Liegen die Links weit genug auseinander, damit man sie bequem antippen kann? Webseiten, die diese Kriterien nicht erfüllen, werden ab heute schlechter gerankt als bisher.

Allerdings nur bei Suchen, die auf einem Smartphone durchgeführt werden. Und das ergibt auch Sinn: Eine Webseite, die auf einem Smartphone-Display unübersichtlich aussieht, sollte dort auch erst gar nicht angezeigt werden. Ob eine Webseite in den Augen von Google Mobile-Friendly ist oder nicht, lässt sich hier überprüfen.

Die Macht von Google nimmt weiter zu

Lange ging das Gerücht um, dass Google nun grundsätzlich Seiten schlechter bewertet, wenn sie nicht auf Mobilgeräte optimiert sind. Oder besser: Wenn es nicht wenigstens auch eine auf Mobilgeräte optimierte Version der Webseite gibt. Doch dem scheint nicht so zu sein. Die neue Beurteilung betrifft ausschließlich Suchen auf Smartphones und Smartwatches, wo es auch wirklich sinnvoll ist, so vorzugehen.

Allerdings macht das Zähneklappern vor dem Update deutlich: Die Marktmacht von Google ist brutal. Jeder, der eine Webseite oder einen Onlineshop betreibt und damit Geld verdient, ist darauf angewiesen, dass Google ihm Besucher bringt. Jede Veränderung des Mechanismus kann das wirtschaftliche Aus bedeuten – oder zumindest erhebliche Umsatzeinbrüche.

 




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