Damit Präsentationen und Dokumente interessanter werden, kommen häufig Illustrationen zum Einsatz. Auch wer ein wenig Farbe auf seinen Desktop bringen möchte, nutzt dazu Bilder und Fotos. Das Problem: Über die Google-Bildsuche finden sich längst nicht nur kostenlos nutzbare Grafiken – und die Rechtslage wird immer komplizierter.
Einfacher und rechtssicher gelingt die Suche über spezialisierte Plattformen für kostenlose Bilder. Eine der etablierten deutschen Anlaufstellen war lange Zeit piqs.de, die vom Kölner IT-Anwalt Christian Solmecke ins Leben gerufen wurde. Allerdings ist diese Plattform mittlerweile nicht mehr aktiv.
Die besten Alternativen für kostenlose Fotos 2026
Glücklicherweise gibt es heute eine Vielzahl exzellenter Alternativen, die hochwertige Bilder völlig kostenlos zur Verfügung stellen:
Unsplash (unsplash.com) hat sich zum Platzhirsch entwickelt. Über 4 Millionen Fotos von Profi-Fotografen stehen zur freien Verfügung – auch für kommerzielle Projekte. Die Qualität ist durchweg beeindruckend, und die Suche funktioniert mittlerweile auch auf Deutsch.
Pexels (pexels.com) bietet nicht nur Fotos, sondern auch kostenlose Videos. Die Plattform kuratiert ihre Inhalte sorgfältig und entfernt automatisch Bilder, die Urheberrechtsprobleme verursachen könnten. Ein echter Pluspunkt für alle, die auf Nummer sicher gehen wollen.
Pixabay (pixabay.com) punktet mit über 2,8 Millionen Bildern, Vektorgrafiken und Videos. Besonders praktisch: Viele Inhalte gibt es in verschiedenen Auflösungen, und die deutsche Benutzeroberfläche macht die Navigation einfach.
Freepik hat sein Modell erweitert und bietet neben Premium-Inhalten auch eine solide Auswahl kostenloser Bilder. Hier findet ihr vor allem auch Vektorgrafiken und Illustrationen, die sich perfekt für Präsentationen eignen.
Worauf ihr achten solltet
Trotz „kostenlos“ gibt es ein paar wichtige Punkte zu beachten:
Lizenzmodelle verstehen: Die meisten Plattformen nutzen Creative Commons Zero (CC0) oder ähnliche Lizenzen. Das bedeutet: Ihr könnt die Bilder frei verwenden, verändern und auch kommerziell nutzen. Trotzdem solltet ihr vor der Nutzung immer einen Blick auf die konkreten Lizenzbedingungen werfen.
Namensnennung: Bei manchen Anbietern ist eine Namensnennung des Fotografen erwünscht oder erforderlich. Das kostet euch nichts und zeigt Respekt vor der Arbeit des Urhebers.
Marken und Personen: Auch kostenlose Bilder können Probleme verursachen, wenn erkennbare Markenlogos oder Personen darauf zu sehen sind. Hier gelten weiterhin Marken- und Persönlichkeitsrechte.
KI-generierte Bilder als neue Alternative
Ein Trend, der 2026 nicht mehr zu übersehen ist: KI-generierte Bilder. Tools wie DALL-E, Midjourney oder Stable Diffusion erstellen auf Knopfdruck Bilder nach euren Wünschen. Der Vorteil: Keine Lizenzprobleme, da die Bilder einzigartig für euch entstehen.
Adobe Firefly integriert KI-Bildgenerierung direkt in die Creative Suite und bietet kommerzielle Lizenzen für generierte Inhalte.
Canva hat KI-Features in seine Plattform eingebaut und macht Bildgenerierung auch für Laien zugänglich.
Allerdings solltet ihr bedenken: Die Qualität schwankt noch, und bei manchen Anbietern ist die kommerzielle Nutzung eingeschränkt.
Praktische Tipps für die Bildersuche
Sucht nicht nur auf Deutsch – englische Suchbegriffe liefern oft mehr und bessere Ergebnisse. Nutzt auch Synonyme und verwandte Begriffe.
Achtet auf die Auflösung: Für Präsentationen reichen oft 1920×1080 Pixel, für Drucksachen sollten es mindestens 300 DPI bei der gewünschten Druckgröße sein.
Speichert interessante Bilder mit eindeutigen Dateinamen und notiert euch die Quelle – das spart später Zeit bei der Quellenangabe.
Fazit
Obwohl piqs.de nicht mehr verfügbar ist, war die Plattform ein wichtiger Vorreiter für rechtssichere, kostenlose Bilder. Heute habt ihr eine noch größere Auswahl an hochwertigen Alternativen. Die Kombination aus etablierten Plattformen wie Unsplash und neuen KI-Tools bietet praktisch unbegrenzte Möglichkeiten für eure visuellen Projekte – völlig kostenlos und rechtssicher.
Zuletzt aktualisiert am 04.04.2026

