Jetzt kommen die beliebten und auch wirklich gut gemachten virtuellen Ausflüge (Google Expeditions) auch nach Deutschland. Oder besser: Die VR-Trips stehen demnächst auch in deutscher Sprache zur Verfügung. Ein Gewinn für alle Schüler und Studenten – und überhaupt für alle.

Schon seit Jahren bietet Google die so genannten Google Expeditionen an. Das sind virtuelle Ausflugsreisen für Gruppen, insbesondere für Schülergruppen. Es geht in die Antarktis, ins Weltall, unter Wasser … Alle Gruppenmitglieder setzen sich eine günstige Cardboard-VR-Brille auf (oder ein hochwertigeres Modell, geht natürlich auch). Der Kursleiter steuert die Expedition.

Günstige VR-Brille als Tor zur Welt

Jeder Schüler sieht etwas Ähnliches, aber trotzdem nicht dasselbe. Denn wie bei Virtual Reality üblich, bestimmt jeder den Bildausschnitt selbst: Ob er links an der schwimmenden Schildkröte vorbeischauen möchte oder sich lieber direkt darauf zubewegt, bleibt die Entscheidung des einzelnen. Der Kursleiter bestimmt lediglich die „Welt“, die jeweils zu sehen ist. Außerdem stehen in den vorbereiteten Expeditionen Abläufe für die Kursleiter bereit, auch Fragen und Antworten sind vorbereitet. Das ist dann so, als würden alle gleichzeitig in ein Buch schauen und darüber sprechen. Trotzdem erlebt, dank VR, jeder ganz eigene Eindrücke.

Jetzt kommen diese Expeditionen auch nach Deutschland. Gemeinsam mit der Stiftung Lesen hat Google sein Projekt für deutschsprachige Schüler und Studenten entwickelt, die deutschsprachige Startseite mit Infos steht bereits. Hier können Kinder in die Kreidezeit abtauchen, Dinosaurier bestaunen, Museen besuchen, den Mount Everest besteigen oder sogar ins Weltall gleiten.

Das Angebot ist kostenlos. Es braucht lediglich für jeden Schüler eine VR-Brille, aber da geht zur Not auch die nur 20 EUR teure Cardboard-Brille aus Pappe. Interessierte Schulklassen können sich ab sofort für ein Pilotprogramm bewerben. Dann gibt es neben den Inhalten auch eine Grundausstattung.

VR-Reisen wecken die Neugierde

Google Expeditions ist ein wirklich bemerkenswertes Projekt. Zu loben ist: Es gibt keine Werbung, keine Hinweise auf Google-Produkte oder irgendwelche Verpflichtungen. Das Projekt zeigt dafür umso eindrucksvoller, was mit neuer Technologie Sinnvolles möglich ist.

Die staunenden Kinder zu sehen, die mal vor einem der höchsten Gebäude der Welt stehen, dann in der Tiefsee schwimmen und danach einen Weltraumspaziergang machen, und zuzusehen, wie ihr Geist geweckt und ihr Neugierde aktiviert wird, ist einfach wunderbar.

Mehr davon. Bitte nicht nur von Google.