Linux: Hintergrundbild ändern

von | 09.06.2017 | Linux

Damit ihr euch am eigenen PC oder Notebook zuhause fühlen könnt, lässt sich ganz einfach ein eigenes Hintergrundbild einstellen. Das funktioniert nicht nur in Windows und macOS, sondern auch bei Linux wunderbar – und oft sogar eleganter.

Wie genau ihr zum Konfigurieren des Desktop-Wallpapers vorgeht, unterscheidet sich je nach verwendeter Distribution und dem Desktop-Environment. Hier die wichtigsten Methoden für die beliebtesten Linux-Distributionen 2026:

Ubuntu und Pop!_OS mit GNOME
Bei Ubuntu und anderen GNOME-basierten Desktops genügt ein Rechtsklick auf eine freie Stelle des Desktops. Dann die Funktion Hintergrund des Schreibtischs ändern aufrufen und die passende Grafik öffnen, fertig. Alternativ öffnet ihr die Einstellungen über das Aktivitäten-Menü und navigiert zu „Hintergrund“. Dort könnt ihr aus vorinstallierten Wallpapern wählen oder eigene Bilder hochladen.

KDE Plasma (Kubuntu, openSUSE, Manjaro KDE)
Plasma bietet die flexibelsten Anpassungsmöglichkeiten. Rechtsklick auf den Desktop öffnet das Kontextmenü „Desktop konfigurieren“. Hier könnt ihr nicht nur statische Bilder, sondern auch animierte Wallpaper, Live-Hintergründe und sogar Widgets als Hintergrund einstellen. KDE unterstützt außerdem Slideshow-Modi für wechselnde Hintergründe.

Linux Mint mit Cinnamon
Mint macht es besonders einfach: Rechtsklick auf den Desktop und „Hintergrund ändern“ wählen. Das Cinnamon-Interface zeigt eine übersichtliche Auswahl an Kategorien wie „Natur“, „Abstrakt“ oder „Weltraum“. Eigene Bilder lassen sich per Drag-and-Drop hinzufügen.

Fedora mit GNOME
Fedora nutzt standardmäßig GNOME, bietet aber oft neuere Versionen mit zusätzlichen Features. Der Weg ist identisch zu Ubuntu: Einstellungen öffnen, „Hintergrund“ auswählen und das gewünschte Bild festlegen. Fedora kommt mit einer besonders schönen Auswahl an Standard-Wallpapern.

Arch Linux und Manjaro
Je nach Desktop-Environment unterscheidet sich der Ablauf. Bei XFCE navigiert ihr über das Hauptmenü zu „Einstellungen“ > „Desktop“. Bei i3 oder anderen Tiling Window Managern müsst ihr Tools wie „feh“ oder „nitrogen“ verwenden: feh --bg-scale /pfad/zum/bild.jpg

Elementary OS
Das macOS-ähnliche Elementary OS versteckt die Wallpaper-Einstellungen in den Systemeinstellungen unter „Desktop“. Dort findet ihr sowohl die mitgelieferten Hintergründe als auch die Option, eigene Bilder zu verwenden.

Profi-Tipps für das perfekte Linux-Wallpaper

Für die beste Darstellung solltet ihr die native Auflösung eures Monitors verwenden. 4K-Displays (3840×2160) sind mittlerweile Standard, aber auch ultrawide 21:9-Formate werden immer beliebter. Viele Linux-Distributionen skalieren Bilder automatisch, aber native Auflösungen sehen immer schärfer aus.

Wer mehrere Monitore verwendet, kann in KDE Plasma unterschiedliche Wallpaper pro Bildschirm einstellen. GNOME unterstützt das seit Version 42 ebenfalls nativ.

Kommandozeilen-Liebhaber
Über das Terminal lassen sich Wallpaper mit Tools wie „gsettings“ (GNOME) oder „xfconf-query“ (XFCE) setzen:
gsettings set org.gnome.desktop.background picture-uri file:///pfad/zum/bild.jpg

Automatische Wallpaper-Wechsel
Viele Desktop-Environments bieten Timer-Funktionen für automatisch wechselnde Hintergründe. In GNOME könnt ihr XML-Playlists erstellen, KDE Plasma hat einen eingebauten Slideshow-Modus. Für erweiterte Funktionen empfehlen sich Tools wie „Variety“ oder „Wallch“.

Wo findet ihr gute Linux-Wallpaper?
Neben den mitgelieferten Hintergründern gibt es spezialisierte Quellen: Die KDE-Community pflegt eine große Sammlung auf store.kde.org, GNOME-Look.org bietet GNOME-optimierte Wallpaper. Für hochauflösende Bilder sind Unsplash, Pexels oder die NASA-Bildersammlung empfehlenswert.

Linux zeigt sich hier von seiner besten Seite: Die Personalisierung ist nicht nur möglich, sondern ausdrücklich erwünscht. Während proprietäre Systeme oft Beschränkungen auferlegen, könnt ihr unter Linux euren Desktop völlig nach euren Vorstellungen gestalten – vom minimalistischen Tiling-WM bis zum verspielten KDE-Plasma-Desktop.

Zuletzt aktualisiert am 02.04.2026