Publisher: Alle genutzten Bilder auflisten

von | 04.01.2018 | Office

Zum Erstellen von Broschüren, Flyern und anderen Print-Dokumenten bleibt Microsoft Publisher auch 2026 eine der ersten Adressen. Das Desktop Publishing Tool aus der Microsoft 365 Suite versteht sich auf professionelles Layout und Satz. Wer eine Übersicht aller verwendeten Bilder in einer Publikation benötigt – etwa für Lizenznachweise oder Archivierungszwecke – kann diese Liste mit wenigen Klicks aufrufen.

Dazu öffnet ihr die betreffende Publikation per Doppelklick auf die Datei im Explorer. Nach dem Start von Microsoft Publisher folgt oben im Menüband ein Klick auf den Ansicht-Tab.

Hier nun in der Rubrik Anzeigen einen Haken bei der Option für den Grafik-Manager setzen. Dadurch blendet Publisher auf der rechten Seite eine Spalte ein und listet dort sämtliche Bilder der Publikation auf. Die Liste zeigt nicht nur die Dateinamen, sondern auch zusätzliche Informationen wie Dateigröße und Auflösung.

Bilder verknüpfen statt einbetten

Eine besonders nützliche Funktion des Grafik-Managers ist die Möglichkeit, eingebettete Bilder durch Verknüpfungen zu ersetzen. Das reduziert die Dateigröße eurer Publisher-Dokumente erheblich – besonders bei größeren Projekten mit vielen hochauflösenden Bildern ein echter Vorteil.

Dazu wählt ihr im Grafik-Manager das gewünschte Bild aus und klickt auf das kleine Pfeil-Symbol neben dem Bildnamen. Hier findet ihr die Option „Mit Datei verknüpfen“. Publisher speichert dann nur noch einen Verweis auf die Originaldatei, nicht das komplette Bild.

Wichtig: Bei verknüpften Bildern müssen die Originaldateien an ihrem Speicherort bleiben. Verschiebt oder löscht ihr diese, erscheinen in der Publikation leere Bildrahmen mit Fehlermeldungen.

Bildverwaltung für Teams

Gerade in Teams ist der Grafik-Manager unverzichtbar geworden. Er zeigt auf einen Blick, welche Bilder verwendet werden und ob alle Teammitglieder Zugriff darauf haben. In Kombination mit OneDrive oder SharePoint lassen sich so auch größere Projekte effizient verwalten.

Der Manager erkennt außerdem automatisch, wenn verknüpfte Bilder bearbeitet wurden und bietet an, sie zu aktualisieren. So bleibt eure Publikation immer auf dem neuesten Stand.

Alternative: Kommerzielle Tools

Obwohl Publisher für viele Anwendungen ausreicht, greifen Profis oft zu spezialisierteren Tools wie Adobe InDesign oder Affinity Publisher. Diese bieten erweiterte Bildverwaltungsfunktionen, etwa automatische Bildoptimierung oder Batch-Processing.

Für kleinere Unternehmen und Gelegenheitsnutzer bleibt Publisher aber die kostengünstige Lösung – zumal sie bereits in vielen Microsoft 365 Abonnements enthalten ist.

Tipps für die Praxis

Bevor ihr mit einem größeren Projekt startet, legt am besten einen zentralen Ordner für alle Bilder an. Das erleichtert später die Verwaltung erheblich. Verwendet außerdem einheitliche Dateinamen – das macht die Suche im Grafik-Manager deutlich einfacher.

Bei der Bildauswahl solltet ihr auch an die spätere Ausgabe denken. Für den Druck benötigt ihr mindestens 300 dpi, für die reine Online-Nutzung reichen oft 72 bis 150 dpi. Der Grafik-Manager zeigt euch die Auflösung aller verwendeten Bilder an.

Fazit

Der Grafik-Manager in Microsoft Publisher ist ein unterschätztes aber mächtiges Tool für alle, die regelmäßig mit bildlastigen Publikationen arbeiten. Die Übersicht über alle verwendeten Grafiken spart Zeit und hilft dabei, die Kontrolle über komplexe Projekte zu behalten.

Zuletzt aktualisiert am 30.03.2026