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Software as a Service in Deutschland: Das gilt es für 2018 zu wissen

01.03.2018 | Von Jörg Schieb

Internet

Alle reden von Cloud-Computing. Selbst für Privatleute ist es heute selbstvrerständlich, Daten in der Cloud zu speichern – oder Dienste in der Cloud zu nutzen. Für Unternehmen gilt das erst recht. Ich wollte es mal genauer wissen – und haben Zahlen recherchiert.

Die Nutzung der Cloud boomt vor allem in der Wirtschaft. Laut bitkom.org nutzen bereits 65 Prozent aller Unternehmen in Deutschland die Möglichkeit, ihre Daten extern zu speichern. 2015 waren es noch 54 Prozent und 2014 noch 44 Prozent. Die Nutzung steigt also rapide an. Es gibt zahlreiche Vorteile für die Nutzung der Cloud. Die betrieblichen Prozesse werden effizienter und neue, digitale Geschäftsmodelle können entwickelt werden.

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Immer mehr kleine Betriebe nutzen Cloud Service

Während es in der Vergangenheit hauptsächlich die großen Unternehmen waren, die den Cloud-Service nutzten, kommen heute immer mehr kleine Betriebe dazu. Die höchste Steigerung ist in Firmen mit 20 bis 99 Angestellten zu verzeichnen.

Im Verglich zum Vorjahr stieg die Cloud-Nutzung 2016 um 12 Prozent und liegt damit bei 64 Prozent. Unternehmen mit 100 bis 1.999 Mitarbeiter nutzen mit 69 Prozent am häufigsten Cloud-Services. Der Anteil daran stieg 2016 um 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Große Unternehmen mit 2.000 Mitarbeitern oder mehr nutzen die Cloud in 67 Prozent der Fälle. Hier ist sogar ein leichter Rückgang zu verzeichnen.

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Private Cloud Computing

Beim Cloud Computing können durch den Anwender Software, Speicherplatz oder Rechenleistung eines externen Datennetzes genutzt werden. Bei diesem externen Datennetz handelt es sich entweder um privates Cloud Computing oder Public Cloud Computing.

2016 nutzten die Unternehmen mit 44 Prozent hauptsächlich das Private Cloud Computing. 2015 waren es 38 Prozent. Die benötigte Infrastruktur befindet sich bei einer Private Cloud entweder in einem externen Rechenzentrum oder im Unternehmen selbst.

Zur benötigten Infrastruktur gehören etwa Server und Datenspeicher. Immer mehr Unternehmen beauftragen externe Firmen mit dem Betrieb der Private Clouds. Nur 13 Prozent der Befragten nutzen Private Clouds ausschließlich in Eigenregie. 2013 kümmerten sich noch 26 Prozent der Firmen komplett selbst um ihre Server.

Public Cloud Computing

Auch beim Public Cloud Computing gibt es einen deutlichen Aufschwung. Hier werden IT Leistungen über das öffentliche Internet genutzt. 2016 nutzten bereits 29 Prozent der in einer Umfrage befragten Unternehmen Public Cloud Computing. Ein Jahr zuvor waren es noch 26 Prozent und 2014 sogar nur 16 Prozent.

Von den Public Cloud Nutzern greifen 49 Prozent online auf Software Anwendungen zu. Das Ganze wird als Software as a Service bezeichnet. Die SaaS Lösungen werden immer beliebter. Mehr Infos dazu finden Sie auf eurodata.de.

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Andere Möglichkeiten

Aber auch andere Möglichkeiten wie Infrastructure as a Services gedeihen derzeit prächtig. Dabei handelt es sich um die Nutzung von Datenspeicher oder Rechenleistung. Auf diesen Service greifen 47 Prozent der Unternehmen zurück. Daneben gibt es auch noch Platform as a Service. Dabei geht es um Entwickler Tools und Betriebssysteme, die von den Kunden in 28 Prozent der Fälle genutzt werden.

23 Prozent der Kunden nutzen Business Process as a*Service, indem Sie bestimmte Geschäftsprozesse in die Cloud verlagern. Die wichtigste Anwendung hierbei ist Büro Software. Sie wird von 46 Prozent der Nutzer verwendet. Dazu gehören zum Beispiel Rechnungswesen Software und Lohnabrechnung Software.

Sicherheitslösungen und Groupware in der Cloud

Auf dem zweiten Platz der Cloud Leistungen befinden sich mit Security as a Service Sicherheitslösungen mit 44 Prozent. Es folgt Groupware wie E-Mail, Kalender und Ähnliches mit 35 Prozent.

Den 4. Platz mit 33 Prozent belegen Collaboration Tools, die für die interne Zusammenarbeit zuständig sind. Ein Beispiel hierfür ist Prozessmonitoring. 2016 wurden die Sicherheitslösungen zu 29 Prozent in der öffentlichen Cloud genutzt. Immer mehr Unternehmen wollen mit Public Cloud Lösungen die Datensicherheit verbessern.

Diese Sicherheitslösungen nutzen Unternehmen

Die Mehrheit hält die öffentliche Cloud für sicher und die Umfrage bestätigt die hohen Sicherheitsvermutungen. Laut dieser Umfrage gab es mit den eigenen, unternehmensinternen IT-Systemen mehr Datensicherheitsvorfälle und Verdachtssituationen als mit den Public-Cloud-Lösungen.

Jedoch wird für die Public-Cloud-Anwendungen auch ein angepasstes Sicherheitsmanagement benötigt. Zirka zwei von drei Unternehmen ergriffen bereits Maßnahmen, um die Datensicherheit zu erhöhen. In 63 Prozent der Fälle wird die unerlaubte Nutzung von öffentlichen Cloud Diensten im Unternehmen kontrolliert. Es gibt klare, interne Vorschriften für die Nutzung und Auswahl von Cloud-Diensten. Außerdem werden Firewall Logins ausgewertet und spezielle Sicherheitsüberprüfungen der Cloud Anwendungen kommen zum Einsatz.

34 Prozent der Unternehmen kontrollieren die Cloud Nutzung bislang nicht. 91 Prozent nutzen spezielle Security-Services, um unerlaubte Zugriffe zu vermeiden und die Daten zu schützen. Das kann durch eine Verschlüsselung der Cloud-Daten passieren oder auch durch ein Monitoring der verwendeten Anwendungen und Geräte. Nur knapp ein Drittel der Firmen beteiligt die Sicherheitsabteilung frühzeitig, zum Beispiel bereits bei der Auswahl der Cloud Provider.

 




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