Auf der linken Seite des Startmenüs führt Windows 10 und 11 eine Liste aller installierten Programme auf, von A bis Z sortiert. Das Problem: Nicht alle Tools und Programme richten sich an dieser Stelle ein. Mit einem einfachen Trick könnt ihr die Programm-Liste manuell erweitern und habt eure wichtigsten Anwendungen schnell griffbereit.
Das Windows-Startmenü ist zwar intelligent, aber nicht perfekt. Portable Programme, selbst kompilierte Tools oder manuell installierte Software landen oft nicht automatisch in der alphabetischen Programmliste. Das ist besonders ärgerlich bei häufig genutzten Anwendungen, die ihr dann umständlich über die Suchfunktion oder den Desktop starten müsst.
So erweitert ihr das Startmenü manuell
Um eine neue Programm-Verknüpfung im Startmenü einzurichten, geht ihr wie folgt vor:
- Zunächst [Win]+[R] drücken, shell:programs eintippen und mit OK bestätigen.
- Im daraufhin eingeblendeten Windows-Explorer-Fenster mit der rechten Maustaste auf eine freie Stelle klicken.
- Dann die Funktion Neu, Verknüpfung auswählen.
- Jetzt den Pfad zur ausführbaren Datei einstellen, für die ein Eintrag ins Startmenü eingefügt werden soll.
- Zum Schluss noch einen Namen festlegen, fertig.
Wichtig: Das System lädt die Liste für das Startmenü oft erst nach einer Weile neu. Ein Neustart beschleunigt den Vorgang.
Alternative Wege ins Startmenü
Es gibt noch weitere Methoden, um Programme ins Startmenü zu bringen. Eine davon führt über den Datei-Explorer: Navigiert zum gewünschten Programm, klickt mit der rechten Maustaste darauf und wählt „An Start anheften“. Das Programm erscheint dann allerdings nicht in der alphabetischen Liste, sondern als Kachel im rechten Bereich des Startmenüs.
Für Ordner-Verknüpfungen funktioniert der shell:programs-Trick übrigens genauso. Besonders praktisch ist das für häufig besuchte Projektordner oder Cloud-Verzeichnisse.
Verknüpfungen mit Parametern erstellen
Besonders mächtig wird diese Funktion, wenn ihr Programme mit spezifischen Parametern starten wollt. Im Verknüpfungs-Assistenten könnt ihr nicht nur den Pfad zur .exe-Datei angeben, sondern auch Kommandozeilen-Parameter anhängen.
Beispiel: „C:ProgrammeEditoreditor.exe /config=minimal“ startet euren Editor immer mit einer bestimmten Konfiguration. So könnt ihr verschiedene Varianten desselben Programms im Startmenü anlegen.
Icons anpassen für bessere Übersicht
Standardmäßig übernimmt Windows das Icon der verlinkten Datei. Wenn ihr eigene Icons verwenden möchtet, klickt ihr nach dem Erstellen mit der rechten Maustaste auf die Verknüpfung, wählt „Eigenschaften“ und dann „Anderes Symbol“. Hier könnt ihr aus den Windows-Icons wählen oder eigene .ico-Dateien verwenden.
Ordnerstruktur für bessere Organisation
Im shell:programs-Verzeichnis könnt ihr auch Unterordner anlegen. Diese erscheinen dann als aufklappbare Kategorien im Startmenü. Das ist ideal für die Organisation von Tool-Sammlungen oder verschiedenen Versionen derselben Software.
Einfach einen neuen Ordner erstellen (z.B. „Entwicklungstools“) und dort die entsprechenden Verknüpfungen ablegen. Windows übernimmt diese Struktur automatisch ins Startmenü.
Häufige Probleme und Lösungen
Manchmal funktioniert der shell:programs-Befehl nicht auf Anhieb. Das liegt meist an Berechtigungsproblemen oder korrupten Benutzerordnern. Als Alternative könnt ihr direkt zum Pfad navigieren: C:Users[Benutzername]AppDataRoamingMicrosoftWindowsStart MenuPrograms
Falls Verknüpfungen nicht im Startmenü erscheinen, prüft zunächst die Pfade auf Korrektheit. Leerzeichen in Pfaden müssen manchmal in Anführungszeichen gesetzt werden. Bei weiterhin fehlenden Einträgen hilft oft ein Windows-Index-Neuaufbau über die Einstellungen.
Aufräumen nicht vergessen
Über die Zeit sammeln sich oft viele Verknüpfungen an. Kontrolliert regelmäßig das shell:programs-Verzeichnis und entfernt nicht mehr benötigte Einträge. Das hält das Startmenü übersichtlich und die Suchfunktion schnell.
Zuletzt aktualisiert am 09.03.2026

