Teams Videokonferenzen: Bildformat anpassen und optimieren

von | 27.04.2020 | Office

Teams hat den Vorteil, dass eine nahezu unbegrenzte Zahl an Teilnehmern in einer Videokonferenz miteinander reden – und der Natur der Sache nach sich auch sehen – kann. Das ist durch den intelligenten Umgang von Teams mit den einzelnen Videobildern sehr komfortabel: Die Bilder werden einfach so geschnitten, dass sie optimal auf den Bildschirm passen. Dumm nur, wenn mehrere Leute an einer Kamera sitzen und diese dann abgeschnitten werden. Das lässt sich lösen!

Die Kameras nehmen im Normalfall das Bild im Format 16:9 oder 4:3 auf. Je nach Zahl der Videobilder wird das Bildformat dann auf bis zu 1:1 verändert, unter Verlust der linken und rechten Ränder und der Personen, die dort sitzen. Versteckt können Sie diese automatische Beschneidung ausschalten. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das entsprechende Kamerabild, dann auf An Frame anpassen.

Das Bild wird vollständig dargestellt, was zu schwarzen Rändern oben und unten führen kann. Wenn Sie das nicht wollen und den Platz komplett gefüllt haben wollen, dann klicken Sie auf das Bild und auf Frame ausfüllen.

Moderne Teams-Features für bessere Videokonferenzen

Microsoft hat Teams seit 2020 erheblich weiterentwickelt. Die neuen KI-gestützten Features machen Videokonferenzen deutlich komfortabler. Besonders praktisch ist die automatische Personenerkennung: Teams kann seit 2024 mehrere Personen vor einer Kamera erkennen und das Bild entsprechend anpassen, ohne dass ihr manuell eingreifen müsst.

Die „Zusammen-Modus“ Funktion geht noch einen Schritt weiter: Alle Teilnehmer werden in eine virtuelle Umgebung gesetzt – vom klassischen Hörsaal bis hin zu einer Kaffeebar. Das reduziert die Videokonferenz-Müdigkeit und schafft ein natürlicheres Gefühl der Zusammengehörigkeit.

Neue Bildformat-Optionen in Teams 2026

Die ursprünglichen Bildformat-Einstellungen sind nach wie vor relevant, aber Microsoft hat das Menü überarbeitet. In der aktuellen Teams-Version findet ihr diese Optionen jetzt über das Drei-Punkte-Menü direkt im Videofenster. Zusätzlich gibt es neue Optionen:

  • Intelligente Anpassung: Teams passt das Format automatisch basierend auf der Anzahl der erkannten Personen an
  • Ultra-Widescreen: Unterstützung für 21:9 und 32:9 Monitore
  • Porträt-Modus: Optimiert für Smartphone-Nutzer, die vertikal teilnehmen

Bildqualität und Bandbreite optimieren

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Bildqualität. Teams unterstützt mittlerweile 4K-Video, allerdings nur bei stabiler Internetverbindung. Für hybride Meetings, wo manche Teilnehmer eine schwächere Verbindung haben, gibt es die adaptive Qualitätseinstellung.

Unter „Einstellungen > Geräte > Kamera“ könnt ihr die maximale Auflösung festlegen. Für Meetings mit vielen Teilnehmern empfiehlt sich 1080p, um Bandbreite zu sparen. Bei wichtigen Präsentationen oder kleineren Runden kann 4K den Unterschied machen – besonders wenn geteilte Inhalte oder Whiteboards im Spiel sind.

Erweiterte Kamera-Einstellungen

Teams bietet inzwischen professionelle Kamera-Kontrollen, die früher nur in teurer Broadcasting-Software verfügbar waren:

  • Manuelle Belichtung: Für konstante Helligkeit auch bei wechselnden Lichtverhältnissen
  • Weißabgleich-Kontrolle: Besonders wichtig bei künstlicher Beleuchtung
  • Fokus-Tracking: Die Kamera folgt euch automatisch, wenn ihr euch bewegt

Diese Einstellungen findet ihr in den erweiterten Kamera-Optionen. Besonders für regelmäßige Meeting-Teilnehmer lohnt es sich, diese einmalig zu konfigurieren.

Troubleshooting bei Bildformat-Problemen

Wenn die Bildformat-Anpassung nicht funktioniert, liegt es oft an veralteten Kamera-Treibern oder Kompatibilitätsproblemen. Teams arbeitet am besten mit nativen Windows-Kamera-Treibern zusammen. Bei externen USB-Kameras solltet ihr die neuesten Treiber direkt vom Hersteller installieren.

Ein häufiger Fehler: Viele Nutzer haben noch alte Webcam-Software installiert, die mit Teams kollidiert. Deinstalliert überflüssige Kamera-Programme und lasst Windows die Kamera direkt verwalten.

Ausblick: Teams und KI

Microsoft integriert immer mehr KI-Features in Teams. Die automatische Kamera-Anpassung ist nur der Anfang. Geplant sind Features wie automatisches Zooming auf sprechende Personen und intelligente Hintergrundoptimierung basierend auf der Raumakustik.

Für professionelle Nutzer besonders interessant: Teams kann bald mehrere Kameras gleichzeitig verwalten und automatisch zwischen verschiedenen Blickwinkeln wechseln. Das macht besonders bei Präsentationen oder Workshop-Situationen Sinn, wo ihr zwischen Whiteboard und Arbeitsplatz wechselt.

Zuletzt aktualisiert am 01.03.2026