Viele private Nutzer, aber auch kleine und mittlere Unternehmen setzen in Sachen Datensicherung auf das Prinzip Hoffnung. Sie sind der Meinung, dass es reicht, überhaupt eine Backup-Strategie zu fahren. Dabei greifen sie gerne auf Network Attached Storages (NAS) als Datensicherung zurück. Warum es fatal werden kann, wenn dies das einzige Backup sind.

Datenverlust ist eine Gefahr, die vor allem für Unternehmen eine große Herausforderung darstellt, denn meist bedeutet das nicht nur Ärger und zeitlichen Aufwand, sondern auch große finanzielle Schäden. Mehr als 100 Milliarden Euro Schaden jährlich entstehen Firmen durch Sabotage, Datendiebstahl oder Spionage, wie der Digitalverband Bitkom in einer Studie ermittelt hat. Backups sind mittlerweile jedem Computer-Nutzer, ganz egal wie versiert oder nicht, ein Begriff.

Doch das alleine reicht nicht. Die korrekte Funktion des Backups sollte regelmäßig überprüft werden, zudem sollte eine Datensicherung immer aktuell und vollständig sein. Kommt es dennoch zu eine Verlust wichtiger und sensibler Daten, sollten Sie einen zuverlässigen und erfahrenen Datenretter beauftragen, wie etwa die Datenrettung von QNAP Systemen.

Was sind die Ursachen für Datenverluste trotz Backup?

Peter Böhret, Managing Director bei Kroll Ontrack, beklagt vor allem unzureichende Richtlinien in Unternehmen. Ist beispielsweise ein Gerät nicht in den Backup-Protokollen erfasst, können dessen Daten auch nicht automatisch gesichert werden. Ebenso verheerend kann es ihm zufolge für Unternehmen sein, wenn ein Defekt im Sicherungssystem unentdeckt bleibt und erst ans Licht kommt, wenn man auf das Backup angewiesen ist. Dabei spielt es keine Rolle, wie häufig die Daten tatsächlich gesichert werden, oder ob überhaupt. Um eine zuverlässige Sicherung zu gewährleisten, müssen laut Kroll auch Mobiltelefone oder Notebooks mit dem Sicherungsserver verbunden sein.

Ein großes Problem ist, dass viele User auf NAS als einzige Datensicherung setzen. Dabei handelt es sich um einen konfigurierbaren Datenspeicher, um in einem Netzwerk Speicherplatz zur Verfügung zu stellen. Bei NAS sind die Festplatten nicht an einen Server gebunden, sondern werden als eine eigenständige Einheit gesehen. Der Zugriff wird nicht zentral, sondern innerhalb des NAS geregelt.

Eine mögliche Erklärung für Datenverluste trotz Backup ist dessen System: Wenn nicht alle Endgeräte darin eingebunden sind, können Daten auf diesem Weg verloren gehen. Für eine zuverlässige Sicherung müssen auch mobile Datenträger wie Mobiltelefone oder Notebooks mit dem Sicherungsserver verbunden sein.

Eine große Gefahr ist Ransomware, die nicht nur lokale Daten des infizierten Computers verschlüsselt, sondern gleichzeitig angeschlossene USB-Medien und verbundene Netzlaufwerke. Dadurch ist Ransomware auch für NAS-Systeme extrem gefährlich, ohne dass das NAS selbst mit Ransomware infiziert ist. Es gibt allerdings Methoden, wie man die auf einem NAS gespeicherten Daten vor ungewollter Verschlüsselung schützen kann. Mit Synology und QNAP gibt es zwei Marktführer, die sich dieser Probleme mit Apps/Features annehmen.

Was tun für gute Ergebnisse beim Backup

Kroll Ontrack empfiehlt folgende Maßnahmen, um beim Backup die optimalen Ergebnisse zu erzielen. Sie sollten:

  • sich die Zeit nehmen, in eine geeignete Backup-Lösung zu investieren und einen Sicherungsplan für alle ausgewählten Geräte zu erstellen.
  • mindestens einmal täglich eine Datensicherung durchführen.
  • eine Software verwenden, die Ihnen automatisch einen Bericht über den Erfolg der Backup-Erstellung per E-Mail sendet.
  • immer darauf achten, die mobilen Endgeräte in die Backup-Routine einzubinden, damit Ihre wertvollen Daten nicht unterwegs verloren gehen.

Gehen Daten trotzdem verloren, wenden Sie sich direkt an einen professionellen Datenretter.