Wir leben in einer Zeit, in der das Meiste online nachgeschaut wird: Auf Webseiten, in Blogs, in sozialen Netzwerken – oder wo auch immer. Dokumente landen als PDF auf dem Rechner. Für viele Zwecke ist das auch genau richtig so. Aber keineswegs immer. Es gibt viele Situationen, da ist es besser, etwas in der Hand zu halten – etwas auf Papier. Etwa einen Flyer.
Ihr müsst keine Layout-Profis sein, um ansprechende Paper oder schicke Flyer zu entwerfen. Programme wie Microsoft Word sind nach wie vor behilflich: Nutzer können aus einem riesigen Angebot von Layout-Vorschlägen auswählen. Oder es kommen Online-Tools wie Canva zum Einsatz: Auch Canva bietet eine Vielzahl von Layouts für Flyer an.
Neuerdings gibt es auch KI-gestützte Design-Tools wie Adobe Express oder sogar ChatGPT mit DALL-E für die Bildgenerierung, die euch bei der Gestaltung unter die Arme greifen. Diese Tools können Layouts vorschlagen, Farbschemata optimieren und sogar passende Bilder generieren. Figma und Canva haben ihre KI-Features 2025 massiv ausgebaut – ein einfacher Textprompt reicht oft schon für einen ersten Flyer-Entwurf.
Am Ende ist es unerheblich, mit welcher Software oder welchem Online-Tool das Layout für den Flyer erstellt wird: Am Ende muss der Flyer auch ausgedruckt werden.

Nicht auf dem eigenen Drucker ausdrucken
Wir können nur warnen: Auf dem eigenen Drucker solltet ihr das besser nicht machen – zumindest dann nicht, wenn der Flyer ein ungewöhnliches Format hat, eine gewisse Auflage erreicht werden soll – und vor allem, wenn der Flyer gut aussehen und/oder sich gut anfühlen soll. In solchen Situationen empfiehlt es sich zweifellos, den Flyer professionell drucken zu lassen.
Es gibt spezielle Online-Anbieter, die Flyer günstig drucken – in beliebigen Formaten und in beliebiger Auflage. Das ist ein großer Vorteil der Digitalisierung: Druckvorgänge sind heute auch bei vergleichsweise geringer Auflage bezahlbar. Das war früher anders, weil allein das Einrichten der Maschinen mit so hohem Personalaufwand verbunden war, dass erhebliche Einstiegskosten damit verbunden waren.
Heute funktioniert es mehr oder weniger so: Flyer gestalten – je professioneller, desto besser -, ein PDF erzeugen und beim Druckprofi drucken lassen. Die Flyer kommen dann zeitnah und postwendend nach Hause oder ins Büro.
Die Preise sind in den letzten Jahren weiter gefallen: 100 Flyer in Standardformat gibt es bereits ab 10-15 Euro, 1000 Stück kosten oft nur 30-50 Euro. Viele Anbieter haben zudem ihre Lieferzeiten verkürzt – Express-Services liefern manchmal schon am nächsten Tag.
Layout: Gestaltung der Flyer
Wer die Gestaltung des Flyers selbst übernehmen möchte, braucht nicht zwingend teure Software dafür. Microsoft Word reicht im Grunde aus, das passende Layout könnt ihr mit Word ganz leicht selbst erstellen. Viele stellen sich allerdings die Frage: Wie die korrekten Maße im Layout einstellen?
Längliche Flyer sind meist so bemessen, dass man drei Stück nebeneinander auf ein DIN-A4-Blatt drucken kann. Im Zweifel beim Druckpartner, der die Flyer druckt, nach den exakten Maßen nachfragen oder online nachschauen. Wichtig: Auf allen Seiten müsst ihr dann noch eine Zugabe (Anschnitt) hinzuaddieren, damit beim Beschnitt keine Inhalte abgeschnitten werden.
In aktuellen Word-Versionen (Word 365, Word 2024) richtet ihr die berechnete Breite und Höhe als Seitenformat ein, indem ihr im Menüband zum Tab „Layout“ wechselt. Im Bereich „Seite einrichten“ öffnet ihr dann das Menü „Größe“ und wählt dort „Weitere Papierformate“. Nachdem ihr die gewünschte Breite und Höhe eingetippt habt, klickt ihr unten auf „OK“ – fertig!
Alternative Tools und moderne Ansätze
Wer es professioneller angehen möchte, kann auch zu kostenlosen Alternativen greifen: GIMP für Bildbearbeitung, Scribus für Desktop-Publishing oder das browserbasierte Figma für kollaboratives Design. Diese Tools bieten mehr Kontrolle über Typografie, Farbräume und Druckvoreinstellungen.
Besonders interessant sind die neuen KI-gestützten Features: Adobe hat 2025 seinen „Design Assistant“ eingeführt, der automatisch Layouts an verschiedene Formate anpasst. Canva Magic Design kann mittlerweile ganze Flyer-Serien in verschiedenen Größen aus einem einzigen Prompt generieren.
Papier und Veredelung: Der Unterschied liegt im Detail
Bei der Bestellung solltet ihr nicht nur auf den Preis schauen. Die Papierqualität macht einen enormen Unterschied: 135g/m² Bilderdruckpapier wirkt bereits sehr hochwertig, 170g/m² fühlt sich richtig stabil an. Matt oder glänzend? Das hängt vom Einsatzzweck ab – glänzende Oberflächen lassen Farben knalliger wirken, matte sind weniger anfällig für Fingerabdrücke.
Veredelungen wie Spotlack, Prägungen oder sogar Duftlack sind heute auch in kleinen Auflagen bezahlbar geworden. Ein dezenter Spotlack auf dem Logo kann einen simplen Flyer deutlich aufwerten.
Nachhaltigkeit mitdenken
Viele Druckereien bieten mittlerweile klimaneutrale Druckoptionen und Recyclingpapiere an. FSC-zertifiziertes Papier kostet kaum mehr, Cradle-to-Cradle-Druckfarben sind ebenfalls verfügbar. Gerade bei größeren Auflagen lohnt es sich, diese Optionen zu berücksichtigen – eure Zielgruppe wird es euch danken.
Fazit: Flyer haben auch 2026 ihre Berechtigung. Mit den richtigen Tools, etwas Gespür für Design und einem guten Druckpartner entstehen professionelle Ergebnisse, die digital oft nicht zu erreichen sind. Probiert es aus – ihr werdet überrascht sein, wie gut sich ein gut gemachter Flyer anfühlt.
Zuletzt aktualisiert am 26.02.2026
