Windows-Systemsteuerung clever ins Startmenü integrieren

von | 02.07.2012 | Tipps

Windows-Einstellungen sind überall verstreut – das kennt jeder. Während Microsoft mit der modernen Einstellungen-App versucht, alles zu vereinheitlichen, landen viele noch immer bei der klassischen Systemsteuerung. Die gute Nachricht: Ihr könnt euch den Zugriff auf System-Tools deutlich vereinfachen, indem ihr sie clever ins Startmenü integriert.

Windows 11: Der moderne Weg zu System-Einstellungen

In Windows 11 hat Microsoft die Einstellungen grundlegend überarbeitet. Die neue Einstellungen-App ist deutlich übersichtlicher geworden und ersetzt viele Funktionen der alten Systemsteuerung. Trotzdem gibt es nach wie vor Bereiche, wo ihr auf die klassische Systemsteuerung angewiesen seid – etwa bei erweiterten Netzwerkeinstellungen oder bestimmten Hardware-Konfigurationen.

Schnellzugriff über die Taskleiste

Der einfachste Weg zu wichtigen System-Tools führt über die Taskleiste. Klickt mit der rechten Maustaste auf das Windows-Symbol in der Taskleiste. Hier findet ihr direkt Shortcuts zu den wichtigsten Bereichen: Einstellungen, Geräte-Manager, Netzwerkverbindungen und weitere. Dieser Trick funktioniert sowohl in Windows 10 als auch Windows 11.

Systemsteuerung als Startmenü-Untermenü einrichten

Wer häufig verschiedene Systemsteuerung-Bereiche nutzt, kann sich ein praktisches Untermenü einrichten. In Windows 10 geht das so:

  1. Rechtsklick auf die Taskleiste
  2. „Taskleisteneinstellungen“ auswählen
  3. „Start“ in der linken Seitenleiste wählen
  4. „Ordner auswählen, die im Startmenü angezeigt werden“ anklicken
  5. Den Schalter bei „Systemsteuerung“ aktivieren

Jetzt erscheint die Systemsteuerung als ausklappbares Menü im Startmenü. Ein Klick darauf zeigt alle verfügbaren System-Tools als übersichtliche Liste.

Windows 11: Alternative Wege

In Windows 11 hat Microsoft diese Option entfernt, aber es gibt Alternativen. Die Suche ist deutlich verbessert worden – tippt einfach die ersten Buchstaben des gewünschten Tools ein. „Device“ zeigt den Geräte-Manager, „Network“ die Netzwerkeinstellungen.

Noch praktischer: Pinnt häufig genutzte Tools an die Taskleiste. Sucht nach „Systemsteuerung“, macht einen Rechtsklick auf das Ergebnis und wählt „An Taskleiste anheften“. Das Gleiche funktioniert mit einzelnen Tools wie dem Geräte-Manager.

Power-User-Tricks für Profis

Für echte Power-User gibt es noch raffiniertere Methoden:

Windows + X Menü erweitern:
Das Windows + X Menü lässt sich anpassen. Navigiert zu C:Users%USERNAME%AppDataLocalMicrosoftWindowsWinX und fügt eigene Shortcuts hinzu. Nach einem Neustart der explorer.exe erscheinen eure Tools im Power-User-Menü.

Run-Dialog nutzen:
Der Run-Dialog (Windows + R) ist nach wie vor der schnellste Weg zu System-Tools. Merkt euch diese Kürzel:
appwiz.cpl für Programme deinstallieren
ncpa.cpl für Netzwerkverbindungen
desk.cpl für Anzeigeeinstellungen
timedate.cpl für Datum/Uhrzeit
sysdm.cpl für Systemeigenschaften

Moderne Alternativen

Viele Aufgaben lassen sich heute eleganter über PowerShell oder das Windows Terminal lösen. PowerShell-Cmdlets wie Get-NetAdapter oder Get-WmiObject bieten oft mehr Informationen als die GUI-Tools. Wer sich einarbeitet, spart langfristig viel Zeit.

Terminal-Integration:
Das neue Windows Terminal unterstützt mehrere Shells gleichzeitig. Ihr könnt PowerShell, CMD und sogar Linux-Shells in Tabs verwenden. Installiert es über den Microsoft Store – es lohnt sich.

Fazit

Obwohl Microsoft die System-Navigation modernisiert hat, gibt es nach wie vor viele Wege zu den gewünschten Einstellungen. Die Kombination aus modernen Einstellungen, klassischer Systemsteuerung und Power-User-Tools bietet für jeden den passenden Workflow. Probiert verschiedene Methoden aus und findet heraus, was zu eurem Arbeitsstil passt.

Zuletzt aktualisiert am 24.04.2026