Screenshots erstellt ihr ständig, aber wie macht ihr wichtige Details richtig sichtbar? Ein farbiger Rahmen um das Wesentliche hilft enorm – und mit IrfanView geht das nach wie vor kinderleicht und kostenlos.
IrfanView bleibt auch 2026 einer der zuverlässigsten Bildbearbeiter für Windows. Das schlanke Tool hat sich über die Jahre kontinuierlich weiterentwickelt, ohne dabei seine Stärke zu verlieren: einfache Bildbearbeitung ohne Schnickschnack. Besonders praktisch ist die Rahmen-Funktion für alle, die regelmäßig Tutorials erstellen, Anleitungen schreiben oder einfach in Screenshots wichtige Bereiche hervorheben möchten.
Screenshots mit System markieren
Um ein Bild-Detail mit einem Rahmen zu markieren, startet ihr zunächst IrfanView über das Startmenü oder per Windows-Suche. Das Programm öffnet sich blitzschnell – ein Vorteil gegenüber schwergewichtigen Alternativen wie Photoshop. Ladet anschließend euer Bild oder erstellt direkt einen Screenshot.
Die Zeichenwerkzeuge blendet ihr mit einem Druck auf [F12] ein. Alternativ klickt ihr auf „Bearbeiten → Zeichnen“. Am unteren Bildschirmrand erscheint nun die Werkzeugleiste mit allen wichtigen Optionen.
Rahmen perfekt anpassen
Jetzt wird’s interessant: Wählt zunächst die Vordergrundfarbe durch einen Klick auf das farbige Rechteck. Rot und Orange funktionieren besonders gut, weil sie sofort ins Auge springen. Achtet darauf, dass bei „Füllen“ kein Häkchen gesetzt ist – sonst erhaltet ihr ein gefülltes Rechteck statt eines Rahmens.
Bei „Größe“ bestimmt ihr die Rahmendicke. Für Full-HD-Screenshots sind 3-5 Pixel optimal, bei 4K-Bildern dürfen es auch 8-10 Pixel sein. Zu dünne Rahmen gehen unter, zu dicke wirken plump.
Präzise Markierung erstellen
Wählt nun das Rechteck-Werkzeug und zieht direkt im Bild den gewünschten Rahmen auf. Ein Tipp: Haltet die [Shift]-Taste gedrückt, um ein perfektes Quadrat zu erstellen. Der Rahmen erscheint sofort nach dem Loslassen der Maustaste.
Falls das Ergebnis nicht euren Vorstellungen entspricht, nutzt „Bearbeiten → Rückgängig“ oder die Tastenkombination [Strg+Z]. Wichtig: IrfanView kann nur einen Arbeitsschritt zurücknehmen, plant eure Bearbeitung also entsprechend.
Mehrere Rahmen und Alternativen
Wollt ihr mehrere Bereiche markieren, speichert das Bild zwischendurch ab und erstellt weitere Rahmen. So umgeht ihr die Einschränkung der Rückgängig-Funktion.
Neben Rechtecken bietet IrfanView auch Kreise, Linien und Pfeile. Pfeile eignen sich hervorragend für Schritt-für-Schritt-Anleitungen, während Kreise runde Buttons oder Icons perfekt hervorheben.
Moderne Alternativen im Vergleich
Obwohl Tools wie Snagit, Greenshot oder die Windows-Snipping-Tools mittlerweile ähnliche Funktionen bieten, punktet IrfanView durch seine Geschwindigkeit und den geringen Ressourcenverbrauch. Greenshot ist kostenlos und bietet sogar erweiterte Annotationen, während Snagit professionelle Features wie animierte GIFs unterstützt.
Für schnelle Markierungen reicht aber oft schon das in Windows integrierte Snipping Tool aus, das seit Windows 11 deutlich verbessert wurde.
Profi-Tipps für bessere Screenshots
Verwendet einheitliche Rahmenfarben für zusammengehörige Anleitungen. Das schafft Wiedererkennungswert und wirkt professioneller. Bei dunklen Bildern funktionieren helle Farben wie Gelb oder Weiß besser als das klassische Rot.
Achtet auf ausreichenden Kontrast zwischen Rahmenfarbe und Bildinhalt. Ein roter Rahmen auf rotem Hintergrund verfehlt seinen Zweck.
Speichern und Weiterverarbeitung
Vergesst nicht, das bearbeitete Bild zu speichern! IrfanView unterstützt alle gängigen Formate. Für Screenshots im Web eignet sich PNG, da es verlustfrei komprimiert. JPEG solltet ihr nur bei Fotos verwenden, da es zu Artefakten um scharfe Kanten führen kann.
Für die Weiterverarbeitung in anderen Programmen oder fürs Web könnt ihr die Bilder direkt aus IrfanView heraus in verschiedenen Qualitätsstufen exportieren.
Fazit: Bewährt und effizient
IrfanView mag nicht das modernste Interface haben, erfüllt aber seine Aufgabe zuverlässig und schnell. Für gelegentliche Bildmarkierungen ist das Tool nach wie vor eine ausgezeichnete Wahl – kostenlos, ressourcenschonend und ohne überflüssige Features.
Zuletzt aktualisiert am 24.04.2026