Alte Briefmarken clever nutzen: So spart ihr beim aktuellen Porto

von | 23.12.2012 | Tipps

Die Deutsche Post erhöht regelmäßig ihre Portopreise – zuletzt im Januar 2024 auf 85 Cent für den Standardbrief. Wenn ihr noch alte Briefmarken mit niedrigeren Werten im Schreibtisch habt, müsst ihr diese nicht wegwerfen. Mit ein paar cleveren Tricks könnt ihr eure Briefmarken-Sammlung weiter nutzen.

Die wichtigste Regel vorab: Briefmarken der Deutschen Post behalten grundsätzlich ihre Gültigkeit – auch Jahre nach dem Kauf. Ihr könnt also problemlos eure alten 80-Cent-Marken verwenden, müsst aber die fehlenden 5 Cent durch Zusatzmarken ergänzen.

Im Onlineshop der Deutschen Post findet ihr passende Ergänzungsmarken für jeden Bedarf. Aktuell gibt es 5-Cent-Marken, um alte 80-Cent-Briefmarken auf das neue 85-Cent-Porto aufzustocken. Diese Ergänzungsmarken bekommt ihr versandkostenfrei nach Hause geliefert, wenn ihr für mindestens 20 Euro bestellt.

Besonders praktisch: Die Deutsche Post bietet auch Internetmarken an, die ihr selbst ausdrucken könnt. Über das Portal internetmarke.de erstellt ihr digitale Briefmarken mit exakt dem benötigten Porto-Wert. Das ist vor allem praktisch, wenn ihr häufig verschiedene Briefarten verschickt.

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Für Großbriefe (bis 500g) zahlt ihr mittlerweile 1,70 Euro, für Maxibriefe (bis 1000g) sind es 2,75 Euro. Auch hier könnt ihr alte Briefmarken kombinieren, um auf den richtigen Betrag zu kommen. Wichtig: Der Gesamtwert eurer aufgeklebten Marken muss mindestens dem aktuellen Porto entsprechen.

Ein Tipp für Sammler und Gelegenheitsschreiber: Kauft „Für den Brief“-Marken ohne aufgedruckten Cent-Betrag. Diese bleiben auch bei Portoerhöhungen gültig und sparen euch das Nachkaufen von Ergänzungsmarken. Sie kosten zwar beim Kauf das aktuelle Porto, funktionieren aber dauerhaft.

Digitale Alternativen gewinnen immer mehr an Bedeutung. Die Deutsche Post App bietet mobile Briefmarken, die ihr per QR-Code auf den Brief klebt. Besonders praktisch für Einschreiben oder wenn ihr spontan einen Brief verschicken wollt. Die App berechnet automatisch das korrekte Porto basierend auf Größe und Gewicht.

Für Unternehmen und Vielversender lohnt sich der Blick auf Frankaturen oder Dialogpost-Services. Hier rechnet die Post direkt mit euch ab, ohne dass ihr einzelne Briefmarken kaufen müsst. Das spart Zeit und Aufwand bei größeren Sendungsmengen.

Briefmarken-Restbestände clever kombinieren: Wenn ihr verschiedene alte Marken habt, rechnet zusammen. Zwei 40-Cent-Marken plus eine 5-Cent-Marke ergeben die benötigten 85 Cent. Achtet darauf, dass alle Marken der Deutschen Post stammen – ausländische Briefmarken gelten natürlich nicht.

Übrigens: Auch sehr alte Briefmarken aus D-Mark-Zeiten könnt ihr theoretisch noch verwenden. Der Umrechnungskurs von DM zu Euro gilt weiterhin. Eine 100-Pfennig-Marke entspricht also etwa 51 Cent. Praktisch ist das aber kaum noch relevant.

Sonderbriefmarken und Dauerserien unterscheiden sich nur optisch – der Frankaturwert bleibt derselbe. Ihr könnt also problemlos Weihnachtsmarken mit normalen Briefmarken kombinieren, solange der Gesamtwert stimmt.

Bei internationalen Sendungen gelten andere Regeln. Hier braucht ihr spezielle Auslandsmarken oder müsst das jeweilige Länderporto beachten. Die Deutsche Post Website bietet einen praktischen Portorechner für weltweite Sendungen.

Fazit: Alte Briefmarken wegwerfen ist pure Verschwendung. Mit etwas Planung und den richtigen Ergänzungsmarken nutzt ihr eure Bestände optimal aus. Die digitalen Services der Post ergänzen dabei die klassischen Briefmarken sinnvoll.

Zuletzt aktualisiert am 23.04.2026