Das gemeinsame Arbeiten an Dokumenten wird mit Google Docs, Sheets und Slides besonders einfach. Ihr möchtet ein Backup von allen euren Google-Dokumenten erstellen? Das geht heute einfacher denn je – sowohl über Google Docs direkt als auch über Google Takeout.
Methode 1: Backup über Google Docs (für einzelne Dokument-Typen)
Um ein Backup eurer Google-Dokumente auf die Festplatte zu downloaden, startet ihr euren Browser und ladet die Webseite https://docs.google.com. Setzt nun einen Haken in das oberste Kästchen, um alle sichtbaren Dokumente zu markieren.
Klickt dann auf das Drei-Punkte-Menü (⋮) und wählt „Herunterladen“. Ihr könnt jetzt den gewünschten Dateityp auswählen: Microsoft Office-Formate (.docx, .xlsx, .pptx), OpenDocument-Format oder PDF. Klickt anschließend auf „Herunterladen“.
Die Dokumente werden als ZIP-Archiv verpackt und automatisch heruntergeladen. Bei vielen Dokumenten kann das einige Minuten dauern.
Methode 2: Komplettes Backup über Google Takeout (empfohlen)
Die umfassendere Lösung ist Google Takeout. Geht dazu auf https://takeout.google.com und meldet euch mit eurem Google-Konto an.
Hier seht ihr alle Google-Dienste aufgelistet. Für ein Dokumente-Backup aktiviert ihr:
– Google Drive (enthält alle Drive-Inhalte)
– Google Docs (Textdokumente)
– Google Sheets (Tabellen)
– Google Slides (Präsentationen)
– Google Drawings (Zeichnungen)
Klickt auf „Keine Auswahl“ und dann nur auf die gewünschten Dienste. Bei jedem Dienst könnt ihr über das Zahnrad-Symbol die Export-Einstellungen anpassen:
Für Google Docs:
– Format: .docx (Word), .odt (OpenDocument) oder .pdf
– .docx ist meist die beste Wahl für die Weiterverwendung
Für Google Sheets:
– Format: .xlsx (Excel), .ods (OpenDocument) oder .pdf
– .xlsx behält Formeln und Formatierungen bei
Für Google Slides:
– Format: .pptx (PowerPoint), .odp (OpenDocument) oder .pdf
– .pptx für editierbare Präsentationen, PDF für Archive
Export-Einstellungen optimieren
Scrollt nach unten zu „Übertragungstyp, Häufigkeit und Ziel wählen“. Hier könnt ihr festlegen:
- Übertragungstyp: „Einmalig exportieren“ für ein sofortiges Backup
- Dateigröße: Wählt zwischen 1 GB und 50 GB pro Archiv-Datei
- Format: ZIP oder TGZ (ZIP ist universeller)
Bei sehr großen Datenmengen (über 50 GB) wird das Archiv automatisch in mehrere Teile aufgeteilt.
Download und Benachrichtigung
Klickt auf „Export erstellen“. Google beginnt nun, eure Daten zusammenzustellen. Je nach Datenmenge kann das zwischen wenigen Minuten und mehreren Stunden dauern.
Ihr erhaltet eine E-Mail-Benachrichtigung, sobald das Archiv bereit ist. Der Download-Link ist dann 7 Tage lang gültig. Große Archive werden oft in mehrere ZIP-Dateien aufgeteilt, die ihr alle herunterladen müsst.
Was tun bei Problemen?
Dokumente lassen sich nicht öffnen: Das passiert manchmal bei .docx-Exporten mit komplexen Formatierungen. PDF-Export funktioniert zuverlässiger, ist aber nicht editierbar.
Export bricht ab: Bei sehr großen Datenmengen kann der Export scheitern. Versucht es mit kleineren Archiv-Größen (1-2 GB) oder exportiert nur bestimmte Ordner.
Formatierungen gehen verloren: Google-spezifische Features wie Kommentare oder Verlauf können beim Export verloren gehen. Für diese Funktionen müsst ihr bei Google Drive bleiben.
Backup-Strategie
Ein einmaliges Backup reicht meist nicht. Überlegt euch eine regelmäßige Backup-Strategie:
- Monatliche Snapshots: Für wichtige Geschäftsdokumente
- Projekt-basierte Backups: Bei Abschluss größerer Projekte
- Automatisierung: Tools wie „Google Workspace Admin Console“ bieten automatische Backups für Unternehmen
Alternativen und Tools
Für regelmäßige Backups gibt es auch Drittanbieter-Tools wie „Spanning Backup“ oder „Backupify“, die automatische, inkrementelle Backups erstellen. Diese sind besonders für Unternehmen interessant.
Lokal könnt ihr die heruntergeladenen Dokumente zusätzlich mit Tools wie „robocopy“ (Windows) oder „rsync“ (Mac/Linux) auf externe Festplatten oder NAS-Systeme synchronisieren.
Tipp: Testet euer Backup, indem ihr einige Dateien öffnet und prüft, ob alle Inhalte korrekt übertragen wurden. Ein ungetestetes Backup ist wertlos.
Zuletzt aktualisiert am 23.04.2026