Excel: Mehrere Tabellenblätter automatisch bei neuen Mappen erstellen

von | 06.01.2013 | Office

Wenn ihr Microsoft Excel startet, wird automatisch eine leere Arbeitsmappe mit nur einer Tabelle angelegt. Früher waren es standardmäßig drei Tabellenblätter – eine Einstellung, die viele von euch vermissen. Die gute Nachricht: Ihr könnt diese Standardanzahl nach euren Wünschen anpassen und Excel so konfigurieren, dass automatisch mehrere Tabellen in neuen Arbeitsmappen erstellt werden.

Die Anzahl der automatisch angelegten Tabellenblätter ist eine der vielen Einstellungen, die Microsoft über die Jahre geändert hat. Während Excel bis zur Version 2013 standardmäßig drei Blätter („Tabelle1“, „Tabelle2“, „Tabelle3“) anlegte, reduzierte Microsoft diese Zahl auf ein einziges Blatt, um die Benutzeroberfläche zu vereinfachen und Ressourcen zu sparen.

Warum mehrere Tabellenblätter sinnvoll sind

Viele Excel-Power-User arbeiten regelmäßig mit mehreren Tabellenblättern in einer Arbeitsmappe. Das ist besonders praktisch für:

  • Jahresauswertungen mit einem Blatt pro Monat
  • Projektkalkulationen mit getrennten Bereichen für Kosten, Zeitplanung und Ressourcen
  • Datenanalysen mit Rohdaten auf einem Blatt und Auswertungen auf anderen
  • Berichte, die verschiedene Abteilungen oder Kategorien abbilden

Wenn ihr regelmäßig solche Strukturen nutzt, spart die automatische Erstellung mehrerer Blätter Zeit und Klicks.

So ändert ihr die Standardanzahl in Excel 2024/365

Die Einstellung funktioniert in allen modernen Excel-Versionen ähnlich, auch wenn sich die Menüführung leicht unterscheidet:

  1. Startet Excel und öffnet eine beliebige Arbeitsmappe
  2. Klickt auf „Datei“ in der oberen linken Ecke
  3. Wählt „Optionen“ ganz unten im Menü
  4. Klickt auf „Allgemein“ in der linken Seitenleiste
  5. Sucht den Bereich „Beim Erstellen neuer Arbeitsmappen“
  6. Ändert die Zahl bei „Die folgende Anzahl Blätter aufnehmen“ auf euren Wunschwert (z.B. 3, 5 oder 12)
  7. Bestätigt mit „OK“

Alternative für Excel im Web und mobile Apps

Excel für das Web und die mobilen Excel-Apps haben diese Einstellungsmöglichkeit nicht. Hier müsst ihr Tabellenblätter manuell hinzufügen oder – noch besser – eigene Vorlagen erstellen. Speichert einfach eine Arbeitsmappe mit eurer gewünschten Anzahl Blätter als Excel-Vorlage (.xltx) ab und nutzt diese als Basis für neue Projekte.

Tipp: Benutzerdefinierte Blattnamen vergeben

Neben der Anzahl könnt ihr auch die Standardnamen der Tabellenblätter anpassen. Zwar nicht über die Optionen, aber durch das Erstellen eigener Vorlagen. Benennt die Blätter nach euren typischen Anwendungsfällen („Eingabe“, „Berechnung“, „Auswertung“) und speichert diese Struktur als Vorlage.

Performance-Überlegungen

Bedenkt, dass jedes Tabellenblatt Speicher verbraucht, auch wenn es leer ist. Bei sehr großen Excel-Dateien oder schwächeren Computern kann es sinnvoll sein, nur so viele Blätter anzulegen, wie ihr tatsächlich benötigt. Für die meisten Anwendungsfälle sind aber auch 10 oder mehr leere Blätter kein Performance-Problem.

Teamarbeit und Vorlagen

Wenn ihr in einem Team arbeitet, macht es Sinn, diese Einstellung zu standardisieren oder entsprechende Unternehmensvorlagen zu erstellen. So arbeiten alle mit der gleichen Grundstruktur, was die Zusammenarbeit erheblich erleichtert. In Microsoft 365-Umgebungen können Administratoren solche Einstellungen sogar zentral über Gruppenrichtlinien verwalten.

Fazit

Die Anpassung der Standard-Blattanzahl ist eine kleine Einstellung mit großer Wirkung für euren Excel-Workflow. Einmal konfiguriert, spart ihr bei jeder neuen Arbeitsmappe Zeit und könnt direkt mit der gewohnten Struktur arbeiten. Probiert verschiedene Zahlen aus und findet heraus, was für eure typischen Excel-Projekte am besten funktioniert.

Zuletzt aktualisiert am 23.04.2026