Ihr habt einen Song entdeckt, der euch richtig packt, und wollt jetzt ähnliche Tracks finden? Apple Music macht’s möglich – allerdings nicht mehr über das längst eingestellte iTunes Radio, sondern über deutlich bessere Funktionen, die heute zur Verfügung stehen.
Apple Music Stationen: Der moderne Nachfolger
Seit 2019 hat Apple das klassische iTunes Radio durch Apple Music Stationen ersetzt. Diese funktionieren wesentlich intelligenter und bieten eine viel präzisere Musikerkennung. Statt manuell Sender zu erstellen, analysiert Apple Music euren Musikgeschmack kontinuierlich und schlägt passende Songs vor.
Um eine Station basierend auf einem Song zu erstellen, öffnet ihr Apple Music (am Mac, iPhone oder iPad) und navigiert zu eurem gewünschten Track. Haltet den Song gedrückt (iOS) oder macht einen Rechtsklick (Mac) und wählt „Station erstellen“. Apple Music generiert dann eine endlose Playlist mit ähnlichen Songs, Künstlern und Genres.
Intelligente Musikerkennung dank KI
Das Besondere an den heutigen Apple Music Stationen: Sie nutzen maschinelles Lernen und analysieren nicht nur Genre und Künstler, sondern auch Tempo, Stimmung, Instrumentierung und sogar die Tageszeit. Hört ihr morgens gern entspannte Indie-Songs, lernt das System diese Präferenz und passt die Vorschläge entsprechend an.
Zusätzlich könnt ihr jede Station während des Hörens verfeinern. Tippt auf „Lieben“ oder „Nicht mehr spielen“, um Apple Music zu zeigen, was euch gefällt. Das System merkt sich diese Bewertungen und wird mit der Zeit immer treffsicherer.
Alternative Wege zur Musikentdeckung
Neben den klassischen Stationen bietet Apple Music 2026 mehrere Wege zur Musikentdeckung:
Mix-Playlists: Apple erstellt wöchentlich personalisierte Playlists wie „New Music Mix“ mit brandneuen Songs, die eurem Geschmack entsprechen, oder „Favorites Mix“ mit Songs ähnlich eurer meist gehörten Musik.
Spatial Audio Stationen: Speziell für Songs in Dolby Atmos gibt es eigene Stationen, die das räumliche Klangerlebnis in den Vordergrund stellen.
Freunde-Integration: Über Apple Music Social könnt ihr sehen, was eure Freunde hören, und basierend auf deren Geschmack neue Stationen erstellen.
So erstellt ihr heute Musikstationen:
- Von einem Song: Song gedrückt halten → „Station erstellen“ wählen
- Von einem Künstler: Künstlerprofil öffnen → „Station erstellen“ antippen
- Von einem Album: Album-Optionen → „Station basierend auf Album erstellen“
- Von einer Playlist: Playlist-Menü → „Ähnliche Musik finden“
Spotify und andere Alternativen
Falls ihr nicht im Apple-Ökosystem unterwegs seid: Spotify bietet mit „Song Radio“ eine ähnliche Funktion. Auch hier könnt ihr aus jedem Track eine automatische Playlist generieren lassen. YouTube Music hat „Mixes“, und Amazon Music Unlimited erstellt „Stationen“ nach dem gleichen Prinzip.
Qualität der Empfehlungen bewerten
Die Qualität der Musikempfehlungen hängt stark davon ab, wie viel ihr das jeweilige System nutzt und bewertet. Apple Music wird deutlich besser, wenn ihr konsequent Songs bewertet, eure Lieblings-Genres definiert und regelmäßig neue Musik entdeckt.
Ein Tipp: Nutzt die „Freunde hören“ Funktion sparsam. Wenn Freunde völlig anderen Musikgeschmack haben, kann das die Empfehlungen verwässern.
Technische Voraussetzungen heute
Im Gegensatz zu 2014 benötigt ihr heute keine US-Apple-ID mehr. Apple Music Stationen funktionieren weltweit mit jeder regionalen Apple-ID. Ihr braucht lediglich ein aktives Apple Music Abo (aktuell 10,99€/Monat für Einzelnutzer).
Die Stationen laufen auf allen Apple-Geräten: iPhone, iPad, Mac, Apple TV, HomePod und sogar auf Android-Geräten über die Apple Music App. Auch im Browser über music.apple.com könnt ihr Stationen erstellen und hören.
Fazit: Musikentdeckung wird immer schlauer
Was 2014 noch manuell und umständlich war, läuft heute vollautomatisch und treffsicher. Die KI-basierten Empfehlungen von Apple Music, Spotify und Co. haben die Musikentdeckung revolutioniert. Statt starrer Radiosender gibt es dynamische, lernende Systeme, die euren Geschmack immer besser verstehen.
Die alte iTunes Radio Funktion wirkt dagegen wie ein Relikt aus der Steinzeit – aber die Grundidee, ähnliche Musik zu einem Lieblingssong zu finden, ist aktueller denn je.
Zuletzt aktualisiert am 17.04.2026

