Koordinaten von Orten finden: So geht’s schnell und präzise

von | 26.02.2015 | Tipps

Koordinaten von Städten und Orten zu finden, ist heute einfacher denn je. Ob für GPS-Apps, Drohnenflüge, Geocaching oder präzise Standortangaben – die Längen- und Breitengrade sind in vielen Situationen unverzichtbar. Google liefert diese Daten blitzschnell, und es gibt mittlerweile mehrere clevere Wege, an die gewünschten Koordinaten zu kommen.

Die klassische Google-Suche

Der bewährte Weg funktioniert noch immer perfekt: Einfach den gewünschten Ortsnamen zusammen mit „coordinates“ in die Google-Suche eingeben. Beispiel: Hamburg coordinates oder München coordinates. Google zeigt die Koordinaten direkt in den Suchergebnissen an – groß und gut lesbar. Die Werte lassen sich per Klick markieren und kopieren.

google-orte-koordinaten

Der große Vorteil: Diese Funktion klappt mittlerweile auch auf der deutschen Google-Seite zuverlässig. Früher war der Umweg über google.com/intl/en nötig – heute nicht mehr.

Google Maps als Koordinaten-Tool

Noch präziser wird’s mit Google Maps. Hier gibt es gleich mehrere Methoden:

Methode 1: Rechtsklick
Einfach den gewünschten Punkt auf der Karte mit der rechten Maustaste anklicken. Im Kontextmenü erscheinen die Koordinaten, die sich direkt in die Zwischenablage kopieren lassen. Super praktisch für exakte Standorte abseits bekannter Adressen.

Methode 2: Koordinaten-Suche
Ihr könnt auch rückwärts suchen: Koordinaten direkt ins Suchfeld von Google Maps eingeben. Format: „52.5200, 13.4050“ (Breitengrad, Längengrad). Maps springt sofort zum entsprechenden Ort.

Methode 3: Plus-Codes nutzen
Google hat mit Plus-Codes ein eigenes System entwickelt. Diese kurzen Buchstaben-Zahlen-Kombinationen funktionieren auch in Gebieten ohne Straßenadressen. In Google Maps einfach das Plus-Symbol anklicken, um den Plus-Code eines Ortes zu sehen.

Alternative Tools für Koordinaten

What3Words
Dieses System teilt die ganze Welt in 3×3-Meter-Quadrate auf und gibt jedem eine Drei-Wort-Adresse. „tisch.stuhl.lampe“ führt beispielsweise zu einem exakten Punkt. Besonders praktisch für Notfälle oder Treffen in unbekanntem Gelände.

OpenStreetMap
Die Open-Source-Alternative zu Google Maps zeigt Koordinaten ebenfalls per Rechtsklick an. Oft sogar detaillierter als Google, da die Community-Karten häufig aktueller sind.

Smartphone-Apps
Mittlerweile zeigen fast alle Navi-Apps die aktuellen Koordinaten an. Bei Apple Karten tippt ihr auf euren Standort, bei der Google Maps App haltet ihr einen Punkt länger gedrückt.

Koordinaten für verschiedene Zwecke

Drohnen-Piloten brauchen exakte Koordinaten für Flugpläne und No-Fly-Zonen. Die DFS-App zeigt diese Bereiche basierend auf GPS-Koordinaten an.

Geocacher leben von präzisen Koordinaten. Hier zählt oft jeder Meter, weshalb spezialisierte GPS-Geräte oder Apps wie c:geo zum Einsatz kommen.

Fotografen nutzen Koordinaten für Geotagging ihrer Bilder. Viele Kameras und Smartphones speichern GPS-Daten automatisch in den Metadaten.

Tipps für den Alltag

Koordinaten sind auch praktisch für:
– Exakte Treffpunkte in großen Parks oder Festivals
– Notfälle: Rettungsdienste können euch schneller finden
– Immobilien: Grundstücksgrenzen lassen sich millimetergenau bestimmen
– Wandern: Wegpunkte speichern und teilen

Achtung bei der Genauigkeit

Nicht alle Quellen sind gleich präzise. Google Maps ist für den Alltag völlig ausreichend, für professionelle Vermessungen braucht ihr aber spezialisierte GPS-Geräte oder amtliche Referenzpunkte.

Die Koordinaten werden übrigens im Format „Dezimalgrad“ (52.5200, 13.4050) oder als „Grad, Minuten, Sekunden“ (52°31’12.0″N 13°24’18.0″E) angezeigt. Für die meisten Anwendungen reichen Dezimalgrade völlig aus.

Koordinaten zu finden ist also längst kein Hexenwerk mehr. Mit den richtigen Tools habt ihr die gewünschten Längen- und Breitengrade in wenigen Sekunden parat – egal ob für berufliche Zwecke oder private Projekte.

Zuletzt aktualisiert am 16.04.2026