Windows versteckt wahre Schätze vor euren Augen. Neben den üblichen Hintergrundbildern, die ihr in den Einstellungen findet, lagern auf eurem System weitere hochwertige Wallpaper – ihr müsst nur wissen, wo.
Microsoft liefert seit Windows 10 automatisch wechselnde Bilder für den Sperrbildschirm aus. Diese sogenannten „Spotlight“-Bilder stammen aus aller Welt und zeigen atemberaubende Landschaften, Architektur und Naturaufnahmen. Das Besondere: Diese Bilder werden ständig aktualisiert und auf euer System heruntergeladen – aber versteckt gespeichert.
So findet ihr die versteckten Wallpaper
Die Bilder liegen tief im System-Ordner vergraben. Öffnet den Windows Explorer und gebt in die Adressleiste %LocalAppData%Packages ein. Hier sucht ihr nach einem Ordner, dessen Name mit „Microsoft.ContentDeliveryManager_“ beginnt – dahinter folgen weitere Zeichen und Zahlen.
In diesem Ordner navigiert ihr zum Unterordner LocalStateAssets. Hier findet ihr zahlreiche Dateien ohne Dateiendung. Das sind die versteckten Wallpaper! Kopiert alle Dateien in einen separaten Ordner, etwa unter „BilderWindows Wallpaper“.
Dateien sichtbar machen
Jetzt kommt der entscheidende Schritt: Jede Datei braucht die Endung .jpg. Das könnt ihr einzeln machen oder mit einem Batch-Befehl automatisieren. Öffnet die Eingabeaufforderung in eurem Zielordner und gebt ein:
for %i in (*) do ren "%i" "%i.jpg"
Alternativ markiert ihr alle Dateien, drückt F2 und gebt einen Namen mit .jpg-Endung ein – Windows nummeriert automatisch durch.
Bildqualität und -größe
Nicht alle Dateien sind Wallpaper. Einige sind kleine Icons oder Vorschaubilder. Die echten Wallpaper erkennt ihr an der Dateigröße – sie sind meist zwischen 200 KB und 2 MB groß. Die meisten haben eine Auflösung von 1920×1080 Pixel oder höher, perfekt für moderne Monitore.
Automatische Aktualisierung nutzen
Das Geniale an diesem System: Windows lädt regelmäßig neue Bilder nach. Alle paar Tage findet ihr frische Wallpaper im Assets-Ordner. So baut ihr euch über Zeit eine beeindruckende Sammlung hochwertiger Hintergrundbilder auf.
Tipp: Erstellt euch eine Verknüpfung zum Assets-Ordner auf dem Desktop. So könnt ihr schnell nachschauen, ob neue Bilder verfügbar sind.
Weitere Quellen für Windows-Wallpaper
Windows 11 hat dieses System übernommen und erweitert. Auch dort findet ihr die Spotlight-Bilder im gleichen Pfad. Zusätzlich bietet Microsoft in den Einstellungen unter „Personalisierung > Hintergrund“ die Option „Windows-Blickpunkt“, die automatisch neue Bilder lädt.
Für noch mehr Abwechslung könnt ihr Tools wie „SpotBright“ nutzen. Diese kleinen Programme automatisieren den Prozess und kopieren neue Spotlight-Bilder automatisch in einen Ordner eurer Wahl.
Rechtliches und Nutzung
Die Spotlight-Bilder sind für die private Nutzung als Wallpaper gedacht. Microsoft bezieht sie von professionellen Fotografen und Agenturen. Für kommerzielle Zwecke oder Weiterverbreitung sind sie nicht freigegeben.
Probleme und Lösungen
Falls der ContentDeliveryManager-Ordner leer ist, aktiviert in den Windows-Einstellungen unter „Personalisierung > Sperrbildschirm“ die Option „Windows-Blickpunkt“. Nach einigen Tagen sollten die ersten Bilder erscheinen.
Bei Problemen mit der Anzeige löscht den Inhalt des Assets-Ordners – Windows lädt automatisch neue Bilder nach.
So verwandelt ihr euer Windows-System in eine Goldgrube für hochwertige Wallpaper. Die versteckten Bilder bieten deutlich mehr Abwechslung als die Standard-Auswahl und werden kostenfrei von Microsoft bereitgestellt.
Zuletzt aktualisiert am 16.04.2026

