Cortana ist Geschichte – Microsoft hat den Sprachassistenten 2023 eingestellt und durch modernere KI-Technologien ersetzt. Wer heute Wetter für mehrere Orte im Blick behalten will, findet bessere Alternativen in Windows 11 und darüber hinaus.
Die neuen Wetter-Champions in Windows 11
Die integrierte Wetter-App von Windows 11 hat sich zur ersten Wahl entwickelt. Ihr könnt problemlos mehrere Städte hinzufügen und zwischen ihnen wechseln. Öffnet die App über das Startmenü oder klickt auf das Wetter-Widget in der Taskleiste. Über das Plus-Symbol oben rechts lassen sich weitere Standorte hinzufügen – die App schlägt beim Tippen automatisch passende Orte vor.
Besonders praktisch: Die App zeigt nicht nur aktuelle Temperaturen, sondern auch Regenradar, UV-Index und Luftqualität. Push-Benachrichtigungen warnen vor Unwettern oder extremen Temperaturen.
Widgets: Wetter immer im Blick
Das Widgets-Panel in Windows 11 (erreichbar über Win+W) bietet ebenfalls Wetter-Informationen. Hier könnt ihr zwischen verschiedenen Standorten wechseln, indem ihr auf das Drei-Punkte-Menü im Wetter-Widget klickt. Die Anpassung erfolgt direkt über die Microsoft-Kontoeinstellungen.
Browser-Alternativen für Power-User
Weather Underground bleibt der Geheimtipp für detaillierte Vorhersagen. Die Website bietet hyperlokal präzise Daten durch ein dichtes Netzwerk privater Wetterstationen. Ihr könnt beliebig viele Orte als Favoriten speichern und zwischen verschiedenen Ansichten wechseln.
OpenWeatherMap richtet sich an technik-affine Nutzer. Die Plattform liefert professionelle Wetterdaten und ermöglicht es, eigene Dashboards mit mehreren Standorten zu erstellen. Über die API lassen sich sogar eigene Anwendungen entwickeln.
Mobile Lösungen für unterwegs
WeatherPro gilt als Referenz unter den Wetter-Apps. Die kostenpflichtige Anwendung (verfügbar für Android und iOS) unterstützt unbegrenzt viele Standorte und bietet präzise Vorhersagen bis zu 14 Tage im Voraus. Besonders für Outdoor-Aktivitäten ist die App durch detaillierte Niederschlagsvorhersagen und Windkarten wertvoll.
AccuWeather punktet mit minutengenauen Regenvorhersagen („MinuteCast“) für die nächsten zwei Stunden. Die App ist kostenlos nutzbar und erlaubt das Hinzufügen mehrerer Lieblingsorte über das Stern-Symbol.
Smart Home Integration
Wer auf Alexa oder Google Assistant setzt, kann Wetter-Standorte auch hier verwalten. Beide Assistenten unterstützen Sprachbefehle wie „Wie wird das Wetter morgen in Berlin?“ oder „Regnet es heute in München?“. Die Konfiguration erfolgt über die jeweiligen Apps.
Profi-Tipps für bessere Vorhersagen
Verlasst euch nicht auf eine einzige Quelle. Verschiedene Wetterdienste nutzen unterschiedliche Modelle – ein Vergleich zwischen deutscher Wetterdienst (DWD), europäisches Modell (ECMWF) und amerikanischem GFS-Modell liefert oft genauere Einschätzungen.
Für lokale Besonderheiten sind Webcams unschlagbar. Viele Städte und Gemeinden betreiben öffentliche Kameras, die das aktuelle Wetter in Echtzeit zeigen.
Datenschutz im Blick behalten
Viele Wetter-Apps sammeln Standortdaten auch dann, wenn ihr sie nicht aktiv nutzt. Überprüft regelmäßig die Berechtigungen und deaktiviert die Standortfreigabe für Apps, die ihr nicht permanent benötigt. Die Windows-eigenen Lösungen sind hier oft die datenschutzfreundlichste Wahl.
Fazit: Mehr Auswahl als je zuvor
Der Wegfall von Cortana hat Platz für bessere Alternativen geschaffen. Die integrierte Windows 11 Wetter-App reicht für die meisten Nutzer völlig aus, während spezialisierte Apps und Websites deutlich detailliertere Informationen liefern. Probiert verschiedene Lösungen aus und findet die Kombination, die am besten zu eurem Nutzungsverhalten passt.
Zuletzt aktualisiert am 10.04.2026

