Für den Urlaub die Zeitzone im Auge behalten

von | 28.06.2016 | Windows

Im Urlaub kann man es sich so richtig gut gehen lassen. Wenn man kein Problem mit dem Jet-Lag hat. Man kann sich ja schon im Voraus mit der Uhrzeit am Urlaubs-Ort anfreunden – und das ist heute einfacher denn je.

Das geht besonders einfach mit der Weltzeit-Uhr, die in allen modernen Betriebssystemen integriert ist. In Windows 11 öffnet ihr dazu die Uhrzeit-Einstellungen über die Systemsteuerung oder klickt einfach rechts auf die Uhr in der Taskleiste. Hier findet sich eine Option für weitere Uhren, die man anhand der passenden Stadt hinzufügt. Windows zeigt dann bis zu drei verschiedene Zeitzonen gleichzeitig an – praktisch für alle, die regelmäßig international unterwegs sind.

Am Mac funktioniert das noch eleganter: Die Mitteilungs-Zentrale bietet eine integrierte Weltzeit-Funktion. Darin auf Bearbeiten und bei Weltzeit-Uhr auf das + klicken. Jetzt die gewünschte Stadt auswählen. Und schon seht ihr, wie spät es dort gerade ist. macOS Sequoia hat diese Funktion nochmals verbessert und zeigt auch Sonnenauf- und Untergangszeiten an.

weltzeituhr

Besonders praktisch sind mittlerweile auch die Smartphone-Apps. Die Standard-Uhren-Apps von iOS und Android haben ihre Weltzeit-Funktionen massiv ausgebaut. Bei iOS tippt ihr in der Uhr-App auf „Weltzeit“ und könnt beliebig viele Städte hinzufügen. Android zeigt sogar automatisch Vorschläge basierend auf euren Reiseplänen in Google Kalender – ziemlich clever.

Für Profis gibt’s spezialisierte Apps wie World Clock Pro oder TimeZone iOS, die auch Feiertage, Geschäftszeiten und Meeting-Planer integriert haben. Besonders nützlich, wenn ihr regelmäßig internationale Video-Calls habt.

Besonders aufpassen sollte man mit den Zeitzonen und der Sommerzeit. Manche Länder haben keine oder andere Sommer-/Winterzeit-Regelungen als wir. Russland hat beispielsweise 2014 komplett auf permanente „Sommerzeit“ umgestellt. Die USA und Europa wechseln zudem an unterschiedlichen Terminen – da können schon mal ein paar Wochen im Jahr eine Stunde Differenz entstehen.

Das ist wichtig, wenn man etwa von Indien (keine Sommerzeit) oder Australien (Sommerzeit von Oktober bis April) aus Termine in Deutschland koordinieren muss. Indien hat übrigens eine halbe Stunde Zeitverschiebung – 5:30 Stunden vor Deutschland. Solche Details vergisst man schnell.

Ein Geheimtipp für Vielreisende: Google Assistant und Siri verstehen natürliche Zeitanfragen perfekt. „Hey Google, wie spät ist es in Tokio?“ oder „Siri, wann ist es 14 Uhr in New York in deutscher Zeit?“ – funktioniert sofort und ist oft schneller als jede App.

Für Remote-Worker gibt’s noch einen coolen Trick: Slack und Microsoft Teams können eure Arbeitszeiten automatisch anhand der Zeitzone anpassen. So sehen Kollegen auf einen Blick, ob ihr gerade verfügbar seid oder es mitten in der Nacht bei euch ist.

Auch Browser-Extensions wie „World Clock“ für Chrome oder Firefox sind praktisch, wenn ihr viel am Laptop arbeitet. Sie zeigen dauerhaft mehrere Zeitzonen in der Menüleiste an.

Ein weiterer Tipp: Stellt eure Geräte schon ein paar Tage vor der Reise auf die Zielzeitzone um – zumindest teilweise. Das hilft dem Biorhythmus bei der Anpassung. Moderne Fitness-Tracker wie die Apple Watch oder Garmin-Uhren können sogar Jet-Lag-Tipps geben und Schlafempfehlungen anpassen.

Es soll ja alles pünktlich ankommen – und mit den richtigen Tools ist Zeitmanagement über mehrere Zeitzonen hinweg heute kein Problem mehr.

Zuletzt aktualisiert am 07.04.2026