Samsung kämpft 2026 erneut mit Akkuproblemen bei seinen Premium-Smartphones. Diesmal sind die Galaxy S24 Ultra und Galaxy Z Fold6 betroffen – die Akkus verlieren nach vollständiger Entladung ihre Ladefähigkeit. Ein Déjà-vu für den südkoreanischen Konzern, der bereits mehrfach mit Batterieproblemen Schlagzeilen machte.
Die aktuellen Beschwerden häufen sich in Online-Foren und bei Samsung-Support-Kanälen. Das Problem tritt auf, wenn der Akku komplett entladen wird und sich das Smartphone automatisch ausschaltet. Danach reagiert das Gerät nicht mehr auf Ladeversuche – weder über Kabel noch kabellos. Besonders ärgerlich: Es sind hauptsächlich die teuersten Modelle betroffen, für die Kunden über 1.200 Euro hinblättern.
Moderne Akkutechnik mit alten Problemen
Trotz fortschrittlicher Lithium-Polymer-Technologie und verbesserter Batterie-Management-Systeme scheint Samsung die Grundlagen nicht im Griff zu haben. Die vermutete Ursache: Ein Softwarefehler in der Ladesteuerung, der bei kritisch niedrigem Batteriestand auftritt. Normalerweise verhindert das Battery Management System (BMS) eine schädliche Tiefentladung durch rechtzeitiges Abschalten.
Die neue One UI 7.1 könnte Teil des Problems sein. Mehrere Nutzer berichten, dass die Probleme erst nach dem letzten Software-Update auftraten. Samsung untersucht derzeit, ob bestimmte Energiespar-Modi oder die KI-gestützte Akku-Optimierung fehlerhafte Werte an die Ladeelektronik übermitteln.

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Nicht nur Samsung betroffen
Das Problem ist branchenweit. Google kämpft mit ähnlichen Schwierigkeiten bei den Pixel 9 Pro-Modellen. Auch OnePlus-Nutzer melden vereinzelt Ladeprobleme bei den 12 Pro-Geräten. Der Grund: Die Akkutechnologie stößt an physikalische Grenzen, während die Anforderungen stetig steigen.
Moderne Smartphones müssen 5G, WiFi 7, AI-Processing und 120Hz-Displays bei minimaler Baudicke versorgen. Gleichzeitig versprechen Hersteller Schnellladefunktionen mit über 100 Watt – eine enorme Belastung für die Batteriezellen. Die resultierenden Hitzespitzen und chemischen Reaktionen können die Zellstruktur dauerhaft schädigen.
Was ihr tun könnt
Falls euer Samsung-Gerät betroffen ist, hilft oft ein Hard-Reset der Ladeelektronik. Drückt gleichzeitig Power-Button und Lautstärke-Minus für 15 Sekunden, auch wenn das Display schwarz bleibt. Manchmal reagiert das Gerät nach mehreren Stunden am Originalladegerät wieder.
Wichtig: Vermeidet komplette Entladungen. Ladet euer Smartphone bereits bei 15-20% Akkustand auf. Nutzt den Batterieschutzmodus, der bei 85% stoppt – das verlängert die Lebensdauer erheblich. Bei Samsung findet ihr diese Option unter Einstellungen > Gerätepflege > Akku.
Samsungs Reaktion bleibt schwammig
Samsung bestätigt „vereinzelte Berichte über Ladeprobleme“ und arbeite an einer Lösung. Ein Software-Update soll bis Ende März 2026 verfügbar sein. Betroffene Geräte werden kostenfrei repariert oder getauscht – allerdings nur mit gültigem Kaufnachweis und innerhalb der Garantiezeit.
Das eigentliche Problem liegt tiefer: Samsung testet offenbar nicht ausreichend unter Extrembedingungen. Während Wochen im Klimaprüfstand Standard sind, fehlen oft Langzeittests mit realen Nutzungsmustern. Die Kombination aus Schnellladen, Gaming-Sessions und extremen Temperaturen wird zu wenig berücksichtigt.
Industrie unter Druck
Der Konkurrenzdruck zwingt Hersteller zu immer kürzeren Entwicklungszyklen. Wo früher zwei Jahre Entwicklungszeit normal waren, müssen heute jährlich neue Modelle erscheinen. Die Akkutechnologie entwickelt sich jedoch langsamer als Prozessoren oder Kameras.
Feste-Batterien (Solid-State) könnten die Lösung sein, sind aber noch Jahre von der Marktreife entfernt. Toyota und Samsung arbeiten gemeinsam an der Technologie, erste Smartphones sind frühestens 2028 zu erwarten. Bis dahin müssen wir mit den Kinderkrankheiten aktueller Lithium-Akkus leben.
Fazit: Samsung wiederholt alte Fehler und schadet dem eigenen Image. Bei Preisen über 1.000 Euro erwarten Kunden fehlerfreie Grundfunktionen. Wer aktuell ein neues Smartphone braucht, sollte vielleicht auf die nächste Generation warten – oder zur Konkurrenz greifen.
Zuletzt aktualisiert am 30.03.2026

