Junk oder nicht Junk? Es liegt in Eurer Hand!

von | 24.05.2022 | Office, Windows

SPAM-Mails nerven. Genauso aber auch die manchmal abstruse Behandlung durch Outlook. Wenn Ihr Euren Junk-Filter in Outlook verbessern wollt, dann können wir Euch helfen!

Windows und Outlook versuchen, möglichst viele Dinge zu automatisieren. Dazu gehört auch die Identifikation von E-Mails als unerwünschte Werbung. Das geht in den meisten Fällen gut, immer mal wieder aber auch schief. Wenn Ihr vermehrt Fehlerkennungen in die eine oder andere Richtung habt, dann solltet Ihr die Einstellungen in Outlook kontrollieren:

Klickt mit der rechten Maustaste auf eine E-Mail, auf Junk-E-Mail und dann auf Absender sperren (wenn eine unerwünschte E-Mail durchgekommen ist) oder auf Absender nie sperren, wenn eine Mail eines Absenders fälschlicherweise als SPAM identifiziert wurde. Das muss gegebenenfalls nochmal wiederholt werden, danach aber werden E-Mails dieses Absenders im Normalfall verlässlich richtig einsortiert.

Wenn das noch nicht ausreicht oder Ihr eine Einstellung detaillierter anpassen wollt, dann klickt mit der rechten Maustaste auf eine E-Mail und dann auf Junk-E-Mail-Optionen. Hier könnt Ihr unter Sichere Absender, Sichere Empfänger und Blockierte Absender einzelne Absender klassifizieren.

Erweiterte Filteroptionen nutzen

Manchmal reicht auch das nicht, weil die Absenderadressen wechseln. Oft lassen sich diese aber an den Ländern der Domains erkennen. Dazu klickt auf die Registerkarte International. Hier könnt Ihr Top-Level-Domains blockieren, alternativ auch die Codierungen der Nachrichten (die dann vielleicht von einer deutschen Adresse kommen, aber trotzdem russisch codiert sind).

Besonders effektiv ist es, ganze Domain-Endungen zu blockieren. Viele SPAM-Mails kommen von verdächtigen TLDs wie .tk, .ml oder neuerdings auch .xyz. Ein genereller Block dieser Domains reduziert das SPAM-Aufkommen erheblich.

KI-gestützter Schutz in Outlook 365

Outlook 365 und die neuesten Versionen nutzen mittlerweile maschinelles Lernen für die SPAM-Erkennung. Diese KI-Systeme analysieren nicht nur Absender und Betreffzeilen, sondern auch Verhaltensmuster und Inhaltsstrukturen. Ihr könnt diese Features unter Datei > Optionen > E-Mail > Junk-E-Mail aktivieren.

Die erweiterte KI-Erkennung funktioniert besonders gut bei:
– Phishing-Versuchen mit gefälschten Absenderadressen
– Social Engineering-Attacken
– Kompromittierten Accounts aus eurem Kontaktnetzwerk

Mobile Outlook-App optimieren

Auch die mobile Outlook-App hat 2026 deutlich bessere SPAM-Filter erhalten. In den Einstellungen unter Mail > Focused Inbox könnt Ihr den intelligenten Filter aktivieren, der wichtige von unwichtigen Nachrichten trennt.

Die App lernt aus eurem Verhalten: Welche E-Mails öffnet Ihr sofort? Welche ignoriert Ihr? Diese Daten fließen in die Bewertung zukünftiger Nachrichten ein.

Regeln für wiederkehrende SPAM-Muster

Für hartnäckige SPAM-Kampagnen solltet Ihr eigene Regeln erstellen. Geht zu Datei > Regeln und Benachrichtigungen verwalten. Hier könnt Ihr spezifische Kriterien definieren:

  • Bestimmte Wörter in der Betreffzeile („Gewinnspiel“, „Gratulation“, „Sofortüberweisung“)
  • Nachrichten ohne euren Namen im Empfängerfeld
  • E-Mails mit verdächtigen Anhängen oder Links

Diese Regeln arbeiten parallel zum automatischen Junk-Filter und können sehr effektiv sein.

Vorsicht bei übereifrigem Filtern

Ein Wort der Warnung: Macht die Filter nicht zu scharf. Newsletter, Benachrichtigungen von sozialen Netzwerken oder automatisierte Mails von Online-Shops landen schnell im SPAM-Ordner, wenn die Einstellungen zu restriktiv sind.

Kontrolliert regelmäßig euren Junk-Ordner – am besten wöchentlich. Besonders nach Software-Updates kann es zu veränderten Filterverhalten kommen.

Alternative: Drittanbieter-Lösungen

Wenn Outlooks eigener Filter nicht ausreicht, gibt es spezialisierte SPAM-Filter wie SpamTitan oder MailWasher. Diese arbeiten oft präziser als die eingebauten Lösungen, kosten aber zusätzlich.

Für Unternehmen lohnt sich oft Microsoft Defender für Office 365, der erweiterte Bedrohungsanalyse und Zero-Day-Schutz bietet.

Zuletzt aktualisiert am 21.02.2026