So findest du alle Dateien eines Typs auf deinem Computer

von | 16.09.2026 | Digital

Die schnelle Lösung

Um alle Dateien eines bestimmten Dateityps zu finden, nutzt du die Suchfunktion deines Betriebssystems mit einem Platzhalter. Unter Windows öffnest du den Explorer und gibst im Suchfeld *.pdf ein (für PDFs) oder eine andere Dateiendung wie *.docx, *.jpg oder *.mp3.

Der Stern (*) steht dabei für beliebige Dateinamen – das System findet so alle Dateien, die auf die angegebene Endung enden. Auf dem Mac funktioniert das im Finder genauso, unter Linux in der Dateiverwaltung deiner Distribution.

Die Suche durchforstet standardmäßig den aktuell geöffneten Ordner und alle Unterordner. Du kannst den Suchbereich vorher eingrenzen, indem du einen bestimmten Ordner öffnest, bevor du die Suche startest.

Schritt für Schritt: Dateien nach Typ finden

Unter Windows

  1. Öffne den Datei-Explorer mit der Tastenkombination Windows-Taste + E.
  2. Navigiere zu dem Ordner, in dem du suchen möchtest. Wählst du „Dieser PC“ oder ein Laufwerk (z.B. C:), durchsuchst du den gesamten Computer bzw. das gesamte Laufwerk.
  3. Klicke in das Suchfeld oben rechts im Explorer-Fenster.
  4. Gib den Platzhalter mit der gewünschten Dateiendung ein, zum Beispiel *.xlsx für Excel-Dateien oder *.png für PNG-Bilder.
  5. Drücke die Enter-Taste. Die Suche startet automatisch und zeigt alle gefundenen Dateien an.
  6. Optional: Sortiere die Ergebnisse nach Datum, Größe oder Speicherort, indem du auf die entsprechenden Spaltenüberschriften klickst.

Auf dem Mac (macOS)

  1. Öffne den Finder mit Cmd + N oder klicke auf das Finder-Symbol im Dock.
  2. Wähle den Ordner oder das Laufwerk aus, das du durchsuchen möchtest. Für eine systemweite Suche wähle „Dieser Mac“ in der Seitenleiste.
  3. Klicke in das Suchfeld oben rechts im Finder-Fenster.
  4. Tippe *.pdf oder eine andere Endung ein, etwa *.pages oder *.mov.
  5. Bestätige mit Enter. Der Finder zeigt alle passenden Dateien an.
  6. Nutze die Filteroptionen unterhalb der Suchleiste, um die Ergebnisse weiter einzugrenzen – etwa nach Änderungsdatum oder Dateigröße.

Unter Linux

  1. Öffne deine Dateiverwaltung (z.B. Nautilus, Dolphin oder Thunar).
  2. Navigiere zum gewünschten Startordner oder wähle dein Home-Verzeichnis.
  3. Nutze die Suchfunktion deiner Dateiverwaltung (meist über ein Lupensymbol oder Strg + F).
  4. Gib *.zip oder eine andere Dateiendung ein.
  5. Alternativ nutzt du das Terminal mit dem Befehl find ~ -name „*.pdf“ – das sucht alle PDFs in deinem Home-Verzeichnis und allen Unterordnern.

Warum diese Methode funktioniert

Der Stern (*) ist ein sogenannter Wildcard oder Platzhalter. Er steht für eine beliebige Zeichenfolge – also für jeden möglichen Dateinamen. Die Kombination *.pdf bedeutet daher: „Jeder Dateiname, der auf .pdf endet“.

Moderne Betriebssysteme durchsuchen nicht nur Dateinamen, sondern nutzen auch einen Index, der regelmäßig im Hintergrund aktualisiert wird. Deshalb geht die Suche meist sehr schnell, selbst wenn du Tausende von Dateien auf deinem Computer hast.

Die Dateiendung (wie .pdf, .docx oder .jpg) ist der Teil nach dem letzten Punkt im Dateinamen. Sie zeigt an, um welchen Dateityp es sich handelt. Indem du gezielt nach dieser Endung suchst, filterst du alle anderen Dateien heraus.

Häufige Fehler und Stolperfallen

Dateisuche,Windows,macOS,Linux,Explorer

Punkt nicht vergessen: Die Dateiendung muss mit einem Punkt beginnen. Schreibst du nur *pdf statt *.pdf, funktioniert die Suche nicht korrekt oder liefert unerwartete Ergebnisse.

Groß- und Kleinschreibung: Unter Windows und macOS spielt die Schreibweise meist keine Rolle – *.PDF findet auch .pdf-Dateien. Unter Linux kann das je nach Dateisystem anders sein. Im Zweifel nutze Kleinbuchstaben oder suche zweimal.

Versteckte Dateien werden nicht immer angezeigt: Standardmäßig blendet Windows versteckte Dateien aus. Wenn du auch diese durchsuchen willst, aktiviere die Anzeige versteckter Dateien in den Ordneroptionen oder Ansichtseinstellungen deines Explorers.

Suchbereich zu eng gewählt: Wenn du einen einzelnen Ordner geöffnet hast, sucht das System nur dort. Willst du den gesamten Computer durchsuchen, wähle vorher „Dieser PC“ (Windows) oder „Dieser Mac“ (macOS) aus.

Mehrere Endungen gleichzeitig: Die einfache Platzhalter-Suche findet nur eine Endung. Für mehrere Dateitypen musst du entweder mehrmals suchen oder erweiterte Suchfunktionen nutzen (siehe nächster Abschnitt).

Erweiterte Suche und Alternativen

Für komplexere Suchen bietet Windows eine erweiterte Suchsyntax. Du kannst etwa typ:bild eingeben, um alle Bilddateien zu finden, unabhängig von der genauen Endung. Oder größe:>10MB, um nur große Dateien anzuzeigen.

Auf dem Mac kannst du in Spotlight (Cmd + Leertaste) nach Dateitypen suchen, indem du „Art: PDF“ oder „Art: Bild“ eingibst. Spotlight durchsucht den gesamten Mac und zeigt Ergebnisse sofort an.

Unter Linux bietet der find-Befehl im Terminal deutlich mehr Möglichkeiten: Du kannst nach Änderungsdatum, Dateigröße, Berechtigungen und vielem mehr filtern. Für grafische Oberflächen gibt es Tools wie Catfish oder FSearch, die ähnlich komfortabel wie die Windows-Suche arbeiten.

Häufige Fragen

Kann ich nach mehreren Dateitypen gleichzeitig suchen?
Mit der einfachen Platzhalter-Suche nicht direkt. Du kannst aber mehrere Suchen nacheinander durchführen oder unter Windows erweiterte Filter wie „typ:dokument“ nutzen, die mehrere Endungen abdecken.

Warum findet die Suche nicht alle Dateien?
Möglicherweise sind bestimmte Ordner oder Laufwerke von der Indizierung ausgeschlossen. Prüfe in den Systemeinstellungen unter „Indizierungsoptionen“ (Windows) oder „Spotlight-Datenschutz“ (Mac), welche Bereiche durchsucht werden.

Funktioniert die Suche auch auf externen Festplatten?
Ja, solange die Festplatte angeschlossen und eingebunden ist. Wähle das entsprechende Laufwerk im Explorer oder Finder aus, bevor du die Suche startest. Die Indizierung externer Laufwerke kann je nach System unterschiedlich konfiguriert sein.

Jörg Schieb
Noch Fragen? Frag mich.

Du hast eine Frage zu diesem Thema? Ich hab die Antwort.

Stell sie einfach — so, wie sie dir gerade einfällt. Du bekommst eine Antwort aus meinen über 20.000 geprüften Beiträgen. Mit Quelle zum Nachlesen. Die erste Frage ist kostenlos.

Geprüftes Wissen statt KI-Raterei 📄 Mit Quelle zum Nachlesen 🆓 Erste Frage gratis