Ihr habt ein gemischtes Netzwerk mit Windows-PCs und Macs? Kein Problem – auch im Jahr 2026 könnt ihr problemlos von eurem Mac aus auf Drucker zugreifen, die per Kabel oder USB an einem Windows-Computer angeschlossen sind. Die Technik dahinter ist bewährt und funktioniert auch mit den neuesten Betriebssystemversionen zuverlässig.
Der erste Schritt erfolgt am Windows-PC: Hier müsst ihr den Drucker für das Netzwerk freigeben. Bei Windows 11 navigiert ihr zu den Einstellungen und wählt „Bluetooth & Geräte“ > „Drucker & Scanner“. Klickt auf euren Drucker und dann auf „Druckereigenschaften verwalten“. Im Reiter „Freigabe“ aktiviert ihr die Option „Diesen Drucker freigeben“ und vergebt einen aussagekräftigen Freigabenamen.
Alternativ geht’s über die klassische Systemsteuerung: Öffnet „Geräte und Drucker“, macht einen Rechtsklick auf den gewünschten Drucker und wählt „Druckereigenschaften“. Im Tab „Freigabe“ aktiviert ihr die Freigabe-Option. Wichtig ist, dass die Windows-Firewall den Druckerdienst nicht blockiert – normalerweise wird das automatisch konfiguriert.
Am Mac (funktioniert mit macOS Monterey bis Sequoia) öffnet ihr die Systemeinstellungen und navigiert zu „Drucker & Scanner“. Bei neueren macOS-Versionen findet ihr diese Einstellung direkt in der Seitenleiste. Klickt unten links auf das Plus-Symbol und wählt „Drucker oder Scanner hinzufügen“.
Jetzt wird’s spannend: macOS sucht automatisch nach verfügbaren Druckern im Netzwerk. Euer Windows-Drucker sollte in der Liste erscheinen. Falls nicht, klickt oben auf den Tab „Windows“ oder „IP“ für eine manuelle Suche. Bei der Windows-Option navigiert ihr durch die Arbeitsgruppe zum entsprechenden PC und wählt den freigegebenen Drucker aus.
Für eine direkte IP-Verbindung benötigt ihr die IP-Adresse des Windows-PCs. Diese findet ihr in der Windows-Eingabeaufforderung mit dem Befehl „ipconfig“. Am Mac gebt ihr dann die IP-Adresse ein, gefolgt vom Druckernamen in diesem Format: smb://192.168.1.100/DruckerName
Ein häufiges Problem: Verschiedene Druckertreiber zwischen Windows und Mac. Moderne Drucker von HP, Canon, Epson oder Brother werden meist automatisch erkannt. Falls nicht, installiert vorab den aktuellen Mac-Treiber des Herstellers. Apple bietet auch generische Treiber für viele Modelle direkt im System.
Authentifizierung kann knifflig werden: Wenn der Windows-PC Benutzerdaten verlangt, gebt die Windows-Anmeldedaten ein. Bei Arbeitsgruppen-Computern funktioniert oft „Gast“ als Benutzername. In Unternehmensumgebungen mit Active Directory müsst ihr eventuell den Domainnamen voranstellen: DOMAINBenutzername.
Profi-Tipp für bessere Performance: Aktiviert am Windows-PC den „Print Spooler“-Dienst und stellt sicher, dass sowohl Windows als auch macOS auf dem neuesten Stand sind. Das verhindert Kompatibilitätsprobleme zwischen den Systemen.
Alternativen gibt’s auch: Viele moderne Router bieten USB-Druckeranschlüsse für direktes Netzwerkdrucken. Cloud-Printing-Dienste wie Google Cloud Print wurden zwar eingestellt, aber Hersteller wie HP, Canon und Epson bieten eigene Cloud-Lösungen. AirPrint-fähige Drucker sind ohnehin die eleganteste Lösung für Mac-User.
Troubleshooting-Tipps: Bei Verbindungsproblemen prüft die Firewall-Einstellungen beider Systeme. Windows Defender kann den Druckerdienst blockieren, am Mac können Gatekeeper-Einstellungen stören. Ein Neustart beider Geräte löst oft mysteriöse Verbindungsprobleme.
Die Druckqualität entspricht der des Windows-PCs – schließlich nutzt ihr denselben physischen Drucker. Alle erweiterten Funktionen wie Duplex-Druck oder verschiedene Papierformate stehen auch am Mac zur Verfügung, sofern der Treiber diese unterstützt.
Fazit: Das plattformübergreifende Drucken zwischen Mac und Windows funktioniert auch 2026 problemlos. Die Einrichtung dauert nur wenige Minuten und spart separate Drucker für verschiedene Systeme. Besonders in kleineren Büros oder Homeoffices ist das eine praktische und kostensparende Lösung.
Zuletzt aktualisiert am 19.04.2026

