Google rollt seine System Updates mittlerweile monatlich aus – und im aktuellen Schwung stecken ein paar Funktionen, die für viele von euch im Alltag wirklich spürbar sind. Besonders zwei Neuerungen stechen heraus: Der Diebstahlschutz bekommt ein Upgrade, das schon beim Einrichten neuer Geräte greift. Und die digitalen Autoschlüssel lassen sich künftig komfortabler mit Familie oder Werkstatt teilen.
Beides klingt zunächst unspektakulär, ist in der Praxis aber Gold wert. Ich erkläre euch, was sich konkret ändert, wie ihr die Funktionen aktiviert und worauf ihr beim Teilen sensibler Daten wie eines Autoschlüssels achten solltet.
Was bringt das Google System Update im Mai?
Die Google System Updates sind ein eigener Update-Kanal, der unabhängig von den klassischen Android-Versionssprüngen läuft. Google kann darüber neue Funktionen direkt auf Milliarden Geräte bringen, ohne dass die Hersteller erst ein eigenes System-Update freigeben müssen. Das ist der Grund, warum Pixel, Samsung, Xiaomi und Co. neue Features oft fast zeitgleich erhalten.
Im aktuellen Rollout liegt der Fokus laut Berichten auf zwei Bereichen: Einerseits geht es um Sicherheit – konkret um einen erweiterten Diebstahlschutz, der bereits bei der Geräteeinrichtung aktiv wird. Andererseits werden bestehende Funktionen wie der digitale Autoschlüssel ausgebaut, sodass sich Schlüssel jetzt einfacher mit anderen Personen teilen lassen.
Dazu kommen kleinere Verbesserungen quer durch das System: Updates für Google Play Services, Wallet, Find Hub und einige Komfortfunktionen rund um Benachrichtigungen. Wirklich relevant für den Alltag sind aber vor allem die beiden großen Neuerungen, um die es hier geht.
Android Diebstahlschutz: So aktiviert ihr ihn bei der Einrichtung
Der erweiterte Diebstahlschutz setzt früher an als bisher. Bislang musstet ihr die Schutzfunktionen wie Diebstahlerkennung, Remote-Sperre und Offline-Schutz nach dem Setup manuell aktivieren – viele Nutzer haben das schlicht vergessen oder gar nicht gewusst. Künftig sollen diese Optionen prominenter direkt während der Ersteinrichtung neuer Geräte abgefragt werden.
Der Vorteil: Wer ein neues Smartphone aus der Box nimmt, wird aktiv durch die Schutzfunktionen geführt. Das senkt die Hürde enorm, denn die Mechanismen sind in der Realität sehr wirkungsvoll. Wird euch das Handy beispielsweise aus der Hand gerissen, erkennt der Sensor die typische Bewegung und sperrt den Bildschirm automatisch.
So aktiviert ihr den Schutz auch nachträglich
Habt ihr euer Gerät schon länger und wollt die Funktionen prüfen, geht so vor:
- Öffnet die Einstellungen eures Android-Geräts
- Tippt auf Sicherheit & Datenschutz
- Wählt den Bereich Diebstahlschutz aus
- Aktiviert die Optionen Diebstahlerkennung, Offline-Gerätesperre und Remote-Sperre
- Hinterlegt eine Telefonnummer für die Remote-Sperre über die Google-Suche
Wichtig zu wissen: Die Funktionen setzen voraus, dass euer Gerät bestimmte Mindestanforderungen erfüllt und ihr mit einem Google-Konto angemeldet seid. Die Verfügbarkeit kann je nach Hersteller leicht variieren – Samsung und Pixel sind in der Regel als erste dran.
Digitale Autoschlüssel teilen: So funktioniert es jetzt
Die zweite große Neuerung betrifft den digitalen Autoschlüssel in Google Wallet. Wer ein kompatibles Fahrzeug fährt – aktuell vor allem ausgewählte Modelle von BMW, Mini und einigen weiteren Herstellern – kann sein Smartphone per NFC oder Ultrabreitband als Schlüssel nutzen. Bisher war das Teilen dieses Schlüssels eher umständlich.
Mit dem Update soll das deutlich einfacher werden. Ihr könnt euren digitalen Schlüssel künftig mit Familienmitgliedern, Freunden oder auch Dienstleistern wie Werkstätten und Parkservices teilen. Praktisch: Ihr legt fest, wie lange der Schlüssel gültig ist und welche Berechtigungen die Person erhält.
So funktioniert das Teilen
- Öffnet Google Wallet und wählt euren digitalen Autoschlüssel aus
- Tippt auf die Option zum Teilen des Schlüssels
- Wählt einen Kontakt aus oder gebt eine E-Mail-Adresse ein
- Legt den Zeitraum fest, in dem der Schlüssel gültig ist
- Versendet die Einladung – die Person erhält den Schlüssel direkt in ihre Wallet
Der Empfänger muss selbst ein kompatibles Android-Gerät besitzen und Google Wallet eingerichtet haben. Den geteilten Schlüssel könnt ihr jederzeit wieder zurückziehen – falls der Werkstattbesuch schneller erledigt war als gedacht oder die Tochter doch nicht über Nacht wegbleibt.
Digitale Autoschlüssel sicher teilen: Darauf müsst ihr achten
So komfortabel das Teilen klingt – ein digitaler Autoschlüssel ist sensibel. Wer ihn hat, kann euer Auto öffnen und in vielen Fällen auch starten. Behandelt die Funktion entsprechend bewusst und teilt Schlüssel nur mit Personen, denen ihr wirklich vertraut.
Mein Tipp: Nutzt immer eine möglichst kurze Gültigkeitsdauer. Für die Werkstatt reichen ein paar Stunden, für den Urlaub mit dem Partner eine Woche. Und prüft regelmäßig in der Wallet-App, welche aktiven Freigaben noch laufen. Aus den Augen, aus dem Sinn ist hier keine gute Strategie.
Datenschutzrechtlich gilt: Google verarbeitet beim Teilen Daten über euren Schlüsselstatus und die Empfänger. Wer das Maximum an Privatsphäre will, sollte ergänzend in den Wallet-Einstellungen prüfen, welche Daten mit Google geteilt werden.
Lohnt sich das Android Update? Das sind die Vorteile
Die aktuellen Google System Updates sind kein revolutionärer Sprung, aber genau die Art von Feinschliff, die Android im Alltag besser macht. Der prominenter platzierte Diebstahlschutz schließt eine Lücke, die viele Nutzer aus Bequemlichkeit offen gelassen haben. Und die geteilten Autoschlüssel machen aus einer netten Spielerei endlich ein praxistaugliches Feature.
<!– /wp:paragraph]Mein Rat: Werft nach dem nächsten Update einen Blick in eure Sicherheitseinstellungen und richtet die Schutzfunktionen aktiv ein – egal, ob euer Gerät neu ist oder nicht. Beim Autoschlüssel lohnt sich das Teilen besonders, wenn ihr ein Familienfahrzeug nutzt.
Beide Funktionen zeigen gut, wohin sich Android entwickelt: weniger Konfigurationsaufwand, mehr Sicherheit im Hintergrund.