Wer ein Screenshot eines Fensters erstellt hat oder ein Bild auf einer Website gefunden und es nun gern zuschneiden und abspeichern will, kann das 2026 mit verschiedenen Tools schnell erledigen. Die Auswahl der passenden Software hängt vom Betriebssystem und euren Ansprüchen ab.
Windows: Paint 3D und moderne Alternativen
Unter Windows ist das klassische Paint-Programm nach wie vor verfügbar, allerdings hat Microsoft mit Paint 3D einen moderneren Nachfolger geschaffen. Ihr findet beide über das Start-Menü. Paint 3D bietet neben den Grundfunktionen auch bessere Auswahlwerkzeuge und Filter. Kopierte Grafiken fügt ihr über [Strg]+[V] ein, schneidet sie bei Bedarf zu und speichert sie über [Strg]+[S].
Neu seit 2024: Das integrierte Snipping Tool kann Screenshots direkt bearbeiten. Nach einem Screenshot öffnet sich automatisch der Editor, wo ihr das Bild zuschneiden, markieren und sofort speichern könnt – ohne Umweg über Paint.
Für Nutzer mit höheren Ansprüchen hat sich GIMP als kostenlose Photoshop-Alternative etabliert. Es bietet professionelle Bearbeitungsmöglichkeiten, ist aber für einfaches Zuschneiden überdimensioniert.
Mac: Vorschau bleibt der Klassiker
Am Mac ist die Vorschau-App nach wie vor die beste Wahl für schnelle Bildbearbeitung. Der Workflow hat sich leicht verändert: Startet Vorschau, drückt [Cmd]+[N] für ein neues Dokument aus der Zwischenablage. Das Bild könnt ihr dann mit den Werkzeugen in der Symbolleiste zuschneiden, drehen oder mit Anmerkungen versehen.
Apple hat 2025 die Vorschau-App um KI-gestützte Funktionen erweitert. So erkennt sie automatisch Objekte im Bild und kann diese gezielt freistellen – praktisch für Produktfotos oder Porträts.
Browser-basierte Lösungen boomen
Immer beliebter werden webbasierte Editoren wie Photopea oder Canva. Diese funktionieren direkt im Browser, ohne Installation. Photopea ähnelt stark Photoshop und kann sogar PSD-Dateien öffnen. Canva punktet mit vorgefertigten Vorlagen für Social Media.
Der Vorteil: Eure Projekte werden in der Cloud gespeichert und sind von jedem Gerät aus zugänglich. Allerdings benötigt ihr eine Internetverbindung.
Mobile Apps nicht vergessen
Viele nutzen heute hauptsächlich Smartphones und Tablets. Hier haben sich Apps wie Snapseed (Google) oder VSCO durchgesetzt. Beide sind kostenlos und bieten überraschend professionelle Bearbeitungsmöglichkeiten. Screenshots könnt ihr direkt aus der Galerie importieren und bearbeiten.
Apples eigene Fotos-App hat 2024 deutlich aufgerüstet und bietet jetzt auch erweiterte Zuschnitt-Optionen sowie KI-basierte Verbesserungen.
Tipps für bessere Ergebnisse
Beim Zuschneiden solltet ihr auf die Drittel-Regel achten: Wichtige Bildelemente positioniert ihr entlang der gedachten Linien, die das Bild in neun gleiche Teile unterteilen. Die meisten modernen Tools zeigen diese Hilfslinien automatisch an.
Wichtig ist auch das Dateiformat: JPEG eignet sich für Fotos mit vielen Farben, PNG für Grafiken mit wenigen Farben oder transparentem Hintergrund. Das neue WebP-Format bietet bessere Kompression, wird aber noch nicht überall unterstützt.
Achtet auf die Auflösung: Für Web-Veröffentlichungen reichen meist 72 DPI, für den Druck sollten es mindestens 300 DPI sein. Viele Tools bieten Presets für verschiedene Verwendungszwecke.
Datenschutz beachten
Bei cloudbasierten Diensten solltet ihr die Datenschutzbestimmungen prüfen. Nicht alle Anbieter löschen eure Bilder nach der Bearbeitung automatisch. Für sensible Inhalte sind lokale Programme die sicherere Wahl.
Moderne Browser bieten übrigens auch Screenshot-APIs, mit denen Webseiten direkt Screenshots erstellen können. Das ist praktisch, wirft aber Datenschutzfragen auf.
Fazit: Einfach bleibt effektiv
Für schnelle Korrekturen und Zuschnitte sind die Bordmittel von Windows und Mac nach wie vor völlig ausreichend. Wer regelmäßig Bilder bearbeitet, sollte sich moderne Alternativen ansehen – die Entwicklung ist rasant und bringt ständig neue, benutzerfreundliche Features.
Zuletzt aktualisiert am 03.04.2026

