Chrome-Einstellungen in separaten Fenstern öffnen

von | 04.08.2014 | Tipps

Wenn ihr im Browser Google Chrome etwas an den Einstellungen ändern wollt, werden diese standardmäßig in einem normalen Browser-Tab angezeigt. Ihr wollt die Optionen lieber in einem eigenen Fenster öffnen? Das ist auch heute noch möglich – allerdings hat Google die Vorgehensweise über die Jahre mehrfach geändert.

Die aktuelle Situation bei Chrome-Einstellungen

Seit Chrome 88 (2021) hat Google die meisten experimentellen Flags entfernt, die das Verhalten der Einstellungen-Darstellung beeinflussen konnten. Die alte Methode über chrome://flags funktioniert daher nicht mehr. Google bevorzugt inzwischen die Integration der Einstellungen in Tabs, da dies konsistenter mit dem modernen Webdesign ist.

Alternative Lösungen für separate Einstellungs-Fenster

Trotzdem gibt es mehrere Wege, um Chrome-Einstellungen in separaten Fenstern zu nutzen:

Methode 1: Tab in neues Fenster verschieben
Der einfachste Weg ist, den Einstellungen-Tab nach dem Öffnen in ein eigenes Fenster zu verschieben:

  1. Öffnet die Chrome-Einstellungen über das Drei-Punkte-Menü → „Einstellungen“
  2. Klickt mit der rechten Maustaste auf den Einstellungen-Tab
  3. Wählt „Tab in neuem Fenster verschieben“
  4. Der Tab wird sofort in einem separaten Fenster geöffnet

Methode 2: Direkter Link mit Tastenkombination
Nutzt diese Tastenkombination für schnellen Zugriff:

  1. Drückt Strg+Shift+Delete für die Lösch-Optionen (öffnet in eigenem Fenster)
  2. Oder nutzt Strg+Komma für die allgemeinen Einstellungen
  3. Haltet beim Klicken auf „Einstellungen“ die Shift-Taste gedrückt

Methode 3: Chrome-Apps und PWA-Funktionen
Eine elegante moderne Lösung nutzt Chromes PWA-Funktionen:

  1. Öffnet die Chrome-Einstellungen (chrome://settings/)
  2. Klickt auf das Drei-Punkte-Menü im Browser
  3. Wählt „Weitere Tools“ → „Verknüpfung erstellen“
  4. Aktiviert „Als Fenster öffnen“
  5. Die Einstellungen öffnen sich künftig als eigenständige App

chrome-einstellungen-in-fenster-anzeigen

Warum Google das Design geändert hat

Die Entscheidung, Einstellungen hauptsächlich in Tabs zu zeigen, folgt Googles „Material Design“-Philosophie. Tabs integrieren sich nahtloser in den Workflow und verbrauchen weniger Systemressourcen. Separate Fenster können bei vielen geöffneten Anwendungen unübersichtlich werden.

Browser-Extensions für erweiterte Kontrolle

Wer regelmäßig mit separaten Einstellungs-Fenstern arbeiten möchte, kann spezialisierte Extensions nutzen:

  • „Tab Manager Plus“ ermöglicht erweiterte Tab-Verwaltung
  • „Window Manager“ bietet Fenster-spezifische Optionen
  • „Productivity Tools“ enthalten oft entsprechende Funktionen

Für Power-User: Command-Line-Parameter

Beim Start von Chrome könkönnt ihr Parameter nutzen:
--new-window öffnet immer neue Fenster statt Tabs
--app=chrome://settings startet Einstellungen als App

Diese Parameter fügt ihr in die Chrome-Verknüpfung ein oder nutzt sie beim Start über die Kommandozeile.

Mobile Chrome-Einstellungen

Auf Android und iOS verhalten sich Chrome-Einstellungen naturgemäß anders. Hier öffnen sie sich automatisch in eigenen Bereichen, da das Tab-Konzept auf Mobilgeräten weniger relevant ist.

Performance-Aspekte

Separate Fenster für Einstellungen haben Vor- und Nachteile:

Vorteile:
– Bessere Übersicht bei komplexen Konfigurationen
– Einstellungen bleiben sichtbar während des Surfens
– Einfacheres Multitasking zwischen Einstellungen und Webseiten

Nachteile:
– Höherer Speicherverbrauch
– Mehr geöffnete Fenster können verwirren
– Inkonsistent mit Googles aktueller Design-Sprache

Fazit und Ausblick

Obwohl Google die ursprüngliche Flag-Methode entfernt hat, gibt es weiterhin praktikable Wege, Chrome-Einstellungen in separaten Fenstern zu nutzen. Die PWA-Methode ist besonders elegant und zukunftssicher.

Für die meisten Nutzer sind die Standard-Tab-Einstellungen jedoch vollkommen ausreichend. Die Entscheidung hängt von euren individuellen Arbeitsgewohnheiten und der Anzahl gleichzeitig geöffneter Browser-Fenster ab.

Google wird vermutlich auch zukünftig den Tab-basierten Ansatz bevorzugen, da dieser besser zu ihrer Vision eines einheitlichen Web-Erlebnisses passt.

Zuletzt aktualisiert am 18.04.2026