Cortana ist tot: Das sind die besseren KI-Alternativen 2026

von | 10.08.2015 | Windows

Cortana war einst Microsofts Antwort auf Alexa und Siri – doch die digitale Assistentin hat ihre besten Tage längst hinter sich. Microsoft hat Cortana bereits 2023 aus Windows 11 entfernt und den Support für die mobile App eingestellt. Was bedeutet das für euch und welche Alternativen gibt es?

Cortana war ursprünglich tief in Windows 10 integriert und nutzte standardmäßig die Microsoft-Suchmaschine Bing sowie den Edge-Browser. Für viele Nutzer war das ein Ärgernis, weil sie lieber Chrome oder Firefox mit Google verwendeten. Die Lösung damals: Browser-Erweiterungen und Tricks, um Cortanas Verhalten zu ändern.

Für die wenigen, die Cortana unter Windows 10 noch nutzen, funktionieren die alten Workarounds weiterhin: Um den Standardbrowser von Edge auf Chrome oder Firefox umzustellen, installiert ihr zunächst euren bevorzugten Browser. Anschließend geht ihr zu „Start, Einstellungen, System, Standard-Apps“ und wählt unter „Webbrowser“ euren gewünschten Browser aus.

Wer Suchanfragen nicht über Bing, sondern über Google laufen lassen wollte, nutzte Chrome-Erweiterungen wie „bing2google“ oder Firefox-Add-ons mit entsprechenden User-Skripten.

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Das Ende einer Ära: Warum Microsoft Cortana aufgab

Microsoft hat Cortana schrittweise zurückgebaut, weil der Assistent im Vergleich zu Google Assistant, Alexa und Siri deutlich abgeschlagen war. Windows 11 kommt bereits ohne vorinstallierte Cortana-App, und auch in Microsoft 365 wurde der Support eingestellt. Nur in speziellen Enterprise-Szenarien lebt Cortana noch weiter.

Stattdessen setzt Microsoft voll auf KI-Integration mit dem neuen Copilot, der bereits in Windows 11, Office 365 und den Edge-Browser integriert ist. Copilot nutzt ChatGPT-Technologie und ist deutlich leistungsfähiger als Cortana je war.

Moderne Alternativen zu Cortana

Windows Copilot: Der direkte Nachfolger ist bereits in Windows 11 integriert. Ihr erreicht ihn über die Taskleiste oder die Tastenkombination Win+C. Copilot kann komplexe Fragen beantworten, beim Programmieren helfen und Texte verfassen – alles was Cortana nie konnte.

Google Assistant: Funktioniert weiterhin über den Browser oder als Android-App auf dem Smartphone. Die Integration in Windows ist zwar nicht so tief, dafür aber die Spracherkennung exzellent.

Amazon Alexa: Als Windows-App verfügbar und besonders stark bei Smart Home-Integration. Alexa kann euer Zuhause steuern und hat das größte Skill-Ökosystem.

PowerToys Run: Für alle, die nur schnellen Zugriff auf Programme und Dateien brauchen, ist dieses Microsoft-Tool eine schlanke Alternative. Mit Alt+Leertaste öffnet ihr eine mächtige Suchleiste.

Die Zukunft gehört der KI-Integration

Während Cortana als eigenständiger Assistent gescheitert ist, integriert Microsoft KI-Funktionen direkt in seine Programme. In Word hilft Copilot beim Schreiben, in Excel beim Analysieren von Daten, und im Edge-Browser beim Zusammenfassen von Webseiten.

Diese nahtlose Integration ist viel praktischer als ein separater Assistent. Statt Cortana zu fragen „Erstelle mir eine Präsentation“, arbeitet Copilot direkt in PowerPoint mit euren Inhalten.

Browser-Einstellungen richtig konfigurieren

Falls ihr noch Windows 10 mit Cortana nutzt oder einfach eure Standardprogramme optimieren wollt: Moderne Browser wie Chrome, Firefox und auch Edge lassen sich detailliert anpassen. Über „Einstellungen > Apps > Standard-Apps“ in Windows könnt ihr festlegen, welcher Browser für welche Dateitypen zuständig ist.

Besonders praktisch: Ihr könnt verschiedene Browser für verschiedene Aufgaben nutzen. Edge für Office 365 und Teams (wegen der besseren Integration), Chrome für Google-Dienste und Firefox für alles andere.

Fazit: Cortana war der Anfang, nicht das Ende

Cortana mag gescheitert sein, aber die Vision von KI-Assistenten lebt weiter – nur viel besser umgesetzt. Statt eines klobigen, separaten Assistenten bekommen wir intelligente Hilfe genau da, wo wir sie brauchen. Das ist letztendlich viel praktischer als Cortanas Versuch, alles zu können und dabei nichts richtig zu beherrschen.

Zuletzt aktualisiert am 13.04.2026