Die Fotos-App von Windows ist euer zentraler Hub für alle Bilder und Videos – aber standardmäßig zeigt sie nur Inhalte aus der Bilder-Bibliothek und OneDrive. Das könnt ihr ändern und beliebige Ordner hinzufügen oder entfernen.
Windows 11 und aktuelle Windows 10-Versionen
Seit den neuesten Updates hat Microsoft die Fotos-App grundlegend überarbeitet. Die neue Version bietet deutlich bessere Performance und erweiterte KI-Funktionen zur Bildorganisation.
- Startet die Fotos-App über das Startmenü oder drückt Windows-Taste + R und gebt „ms-photos:“ ein.
- Klickt rechts oben auf die drei Punkte (⋯) und wählt „Einstellungen“.
- Unter „Quellen“ seht ihr alle verbundenen Ordner. Hier könnt ihr Ordner per X-Symbol entfernen oder neue hinzufügen.
- Mit „Ordner hinzufügen“ wählt ihr beliebige Verzeichnisse aus – auch Netzlaufwerke und externe Festplatten.
Neue KI-Features nutzen
Die aktuelle Fotos-App bringt intelligente Funktionen mit: Automatische Gesichtserkennung, Objekterkennung und sogar Textextraktion aus Bildern. Diese Features funktionieren aber nur, wenn die entsprechenden Ordner als Quelle hinzugefügt sind.
Besonders praktisch: Die App erstellt automatisch Alben basierend auf Aufnahmedatum, erkannten Personen oder Ereignissen. Dafür durchsucht sie alle konfigurierten Quellordner.
Cloud-Integration optimieren
Neben OneDrive unterstützt die Fotos-App mittlerweile auch andere Cloud-Dienste über die Windows-Integration. Google Drive und Dropbox-Ordner, die lokal synchronisiert werden, lassen sich problemlos hinzufügen.
Tipp: Aktiviert unter Einstellungen > „Cloud-Synchronisation“ die automatische Sicherung. So landen neue Fotos direkt in der Cloud, ohne dass ihr daran denken müsst.
Performance-Tricks für große Sammlungen
Wenn ihr zehntausende Bilder habt, kann die Indizierung lange dauern. Hier helfen ein paar Kniffe:
- Schließt sehr große Ordner mit RAW-Dateien aus, wenn ihr sie nicht regelmäßig braucht
- Nutzt die Filterfunktion nach Dateitypen – HEIC, WebP und AVIF werden vollständig unterstützt
- Aktiviert „Nur indexierte Ordner“ für bessere Performance
Datenschutz beachten
Die KI-Funktionen der Fotos-App laufen komplett lokal auf eurem Rechner. Microsoft betont, dass keine Bilddaten für die Analyse an Server gesendet werden. Trotzdem könnt ihr in den Datenschutz-Einstellungen die Gesichtserkennung deaktivieren.
Alternative: Photos Legacy
Falls euch die neue Fotos-App nicht gefällt, könnt ihr über den Microsoft Store noch die klassische Version „Microsoft Photos Legacy“ installieren. Diese bietet das alte Interface ohne KI-Features.
Häufige Probleme lösen
Wenn Ordner nicht angezeigt werden:
– Prüft die Berechtigungen des Zielordners
– Stellt sicher, dass Windows den Ordner indizieren darf
– Bei Netzlaufwerken: Permanente Verbindung einrichten
Falls die App langsam läuft, hilft oft ein Reset: Einstellungen > Apps > Fotos > Erweiterte Optionen > Zurücksetzen.
Fazit
Die Fotos-App hat sich von einem simplen Bildbetrachter zu einem mächtigen Organisationstool entwickelt. Mit den richtigen Quellordnern und aktivierten KI-Features findet ihr eure Bilder schneller als je zuvor. Die Konfiguration dauert nur wenige Minuten, spart aber langfristig viel Zeit beim Suchen und Sortieren.
Zuletzt aktualisiert am 13.04.2026

