Multi-Cloud-Sync: OneDrive, Dropbox und Co. intelligent kombinieren

von | 20.02.2013 | Tipps

Cloud-Storage ist heute wichtiger denn je – aber was passiert, wenn euer Hauptdienst ausfällt? Die Lösung liegt in der geschickten Synchronisation mehrerer Cloud-Anbieter. Wir zeigen euch, wie ihr eure Daten gleichzeitig in verschiedenen Cloud-Speichern ablegt und so maximale Sicherheit erreicht.

Warum mehrere Cloud-Dienste nutzen?

Die großen Cloud-Anbieter wie Microsoft OneDrive, Google Drive, Dropbox und iCloud sind zwar zuverlässig, aber nicht unfehlbar. Server-Ausfälle, Synchronisationsfehler oder sogar Kontosperrungen können euch von wichtigen Daten abschneiden. Eine intelligente Redundanz-Strategie mit mehreren Cloud-Diensten schützt vor solchen Szenarien.

Moderne Sync-Strategien für 2026

Die Zeiten, in denen ihr Ordner manuell verschiebt, sind vorbei. Heute gibt es elegantere Lösungen für die Multi-Cloud-Synchronisation:

Insync für Google Drive

Insync ermöglicht es, beliebige Ordner mit Google Drive zu synchronisieren – nicht nur den Standard-Ordner. So könnt ihr euren OneDrive-Ordner direkt mit Google Drive verknüpfen. Die Software kostet einmalig etwa 30 Euro, bietet aber deutlich mehr Flexibilität als die Standard-Apps.

rclone – Der Schweizer Taschenmesser

Für technik-affine Nutzer ist rclone das ultimative Tool. Das kostenlose Kommandozeilen-Programm unterstützt über 70 Cloud-Dienste und ermöglicht komplexe Sync-Szenarien. Mit einem einfachen Befehl synchronisiert ihr Daten zwischen OneDrive, Dropbox, Google Drive und vielen anderen.

MultCloud – Browser-basierte Lösung

Wer es unkompliziert mag, nutzt MultCloud. Der webbasierte Service verbindet verschiedene Cloud-Accounts und ermöglicht Transfers zwischen den Diensten – ohne dass lokaler Speicherplatz belegt wird. Besonders praktisch für große Datenmengen.

OneDrive und Dropbox clever kombinieren

Für die Kombination von OneDrive und Dropbox gibt es verschiedene Ansätze:

Methode 1: Symbolische Links

Mit symbolischen Links (Symlinks) erstellt ihr Verknüpfungen zwischen Ordnern. So könnt ihr einen Ordner gleichzeitig in beiden Cloud-Verzeichnissen haben, ohne Daten zu duplizieren. Unter Windows nutzt ihr dafür den mklink-Befehl in der Eingabeaufforderung.

Methode 2: Selective Sync nutzen

Beide Dienste bieten selektive Synchronisation. Legt eure wichtigsten Dateien in einem gemeinsamen Unterordner ab und synchronisiert nur diesen mit beiden Clouds. Das spart Speicherplatz und Bandbreite.

Methode 3: Automatisierte Sync-Tools

Tools wie FreeFileSync oder SyncToy erstellen automatische Backup-Routines zwischen verschiedenen Ordnern. So kopiert das System neue Dateien aus eurem OneDrive-Ordner automatisch in den Dropbox-Ordner.

Profi-Tipps für die Multi-Cloud-Strategie

Versionskonflikte vermeiden

Bearbeitet Dateien immer nur in einem System gleichzeitig. Sonst entstehen Versionskonflikte, die manuell aufgelöst werden müssen. Nutzt die Versionsverwaltung der Cloud-Dienste, um bei Problemen auf ältere Versionen zurückzugreifen.

Datenschutz beachten

Verschlüsselt sensible Daten vor dem Upload. Tools wie AxCrypt oder 7-Zip erstellen passwortgeschützte Archive. Alternativ nutzt ihr Dienste wie Boxcryptor, die eure Cloud-Daten transparent verschlüsseln.

Speicher-Limits im Blick behalten

Achtet auf die Speichergrenzen eurer kostenlosen Accounts. OneDrive bietet 5 GB gratis, Dropbox nur 2 GB. Plant eure Sync-Strategie entsprechend oder investiert in Premium-Accounts.

Alternative Cloud-Anbieter einbeziehen

Neben den Platzhirschen gibt es interessante Alternativen:

  • pCloud: Schweizer Anbieter mit starkem Datenschutz
  • Mega: 20 GB kostenloser Speicher mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung
  • Tresorit: Business-orientiert mit höchsten Sicherheitsstandards

Diese Dienste lassen sich ebenfalls in eure Multi-Cloud-Strategie einbinden.

Fazit: Redundanz ist King

Eine durchdachte Multi-Cloud-Strategie schützt eure wichtigen Daten vor Ausfällen und gibt euch die Flexibilität, verschiedene Dienste optimal zu nutzen. Mit den richtigen Tools ist die Einrichtung heute einfacher denn je. Investiert die Zeit in eine solide Sync-Strategie – eure Daten werden es euch danken.

Zuletzt aktualisiert am 22.04.2026