Jederzeit und auf jedem Gerät verfügbar: Das ist OneNote, das digitale Notiz-Buch von Microsoft. Wer seine Notizen bisher in Evernote abgespeichert hat, steht 2026 vor neuen Herausforderungen – aber auch besseren Lösungen für den Umzug nach OneNote.
Die Notizen-Landschaft hat sich dramatisch verändert. Während Evernote weiterhin existiert, haben sich die Prioritäten vieler Nutzer verschoben. OneNote hat sich als robuste, kostenlose Alternative etabliert und bietet nahtlose Integration in das Microsoft 365-Ökosystem.
Warum jetzt zu OneNote wechseln?
OneNote punktet 2026 mit deutlichen Vorteilen: Die App ist komplett kostenlos, synchronisiert zuverlässig über alle Plattformen und profitiert von Microsofts KI-Integration. Copilot-Features helfen beim Organisieren und Durchsuchen eurer Notizen, während die Handschrifterkennung inzwischen auch komplexere Diagramme und Formeln versteht.
Besonders praktisch: OneNote arbeitet nahtlos mit Teams, Outlook und anderen Microsoft-Apps zusammen. Wer beruflich oder privat bereits im Microsoft-Universum unterwegs ist, spart sich lästige App-Wechsel.
Migration leicht gemacht: Moderne Lösungen
Das ursprüngliche Microsoft Importer-Tool ist längst Geschichte, aber die Alternativen sind besser geworden. OneNote selbst bietet jetzt direkte Import-Funktionen für die gängigsten Formate. Geht so:
- Exportiert eure Evernote-Daten als ENEX-Dateien
- Öffnet OneNote (Web-Version oder Desktop-App)
- Nutzt die Import-Funktion unter „Datei > Importieren“
- Wählt die ENEX-Dateien aus und lasst OneNote die Arbeit machen
Für größere Datenmengen empfiehlt sich das Tool „Evernote2OneNote“ von Entwicklern aus der Community. Es behält Formatierungen, Anhänge und sogar Tags bei – deutlich zuverlässiger als die ersten Microsoft-Tools.
Was ihr beachten solltet
Nicht alles lässt sich 1:1 übertragen. Evernote-spezifische Features wie Web Clipper-Formatierungen oder bestimmte Verschlüsselungen gehen verloren. Plant also Zeit für Nachbearbeitung ein.
Tags werden zu OneNote-Kategorien, funktionieren aber anders. Erstellt euch vorher eine Struktur mit Notizbüchern und Abschnitten, die zu eurem Workflow passt.
OneNote 2026: Das kann die App heute
OneNote hat ordentlich aufgerüstet. Die wichtigsten Neuerungen:
- KI-Suche: Findet Inhalte auch in handgeschriebenen Notizen und Bildern
- Smart Templates: Vorgefertigte Layouts für Meetings, Projektplanung oder Lernnotizen
- Verbesserte Collaboration: Mehrere Personen können gleichzeitig in Echtzeit bearbeiten
- Cross-Platform Sync: Funktioniert zuverlässig zwischen Windows, Mac, iOS, Android und Web
- Offline-Modus: Notizen sind auch ohne Internet verfügbar
Die Handschrifterkennung versteht inzwischen sogar mathematische Formeln und wandelt sie in bearbeitbare Gleichungen um. Praktisch für Studenten und alle, die gerne per Hand schreiben.
Alternativen im Überblick
Falls OneNote doch nicht passt: Notion hat sich als Power-User-Lösung etabliert, Obsidian punktet mit Verlinkungen zwischen Notizen, und Apple Notes ist für iOS-Nutzer eine solide Wahl geworden.
Aber für die meisten Evernote-Umsteiger bleibt OneNote die logischste Wahl. Kostenlos, zuverlässig und mit genug Features für fast jeden Anwendungsfall.
Fazit: Der Umzug lohnt sich
2026 sprechen viele Argumente für OneNote. Die App ist ausgereift, kostenlos und profitiert von Microsofts KI-Offensive. Der Umzug von Evernote ist einfacher geworden, auch wenn er etwas Nacharbeit erfordert.
Wer den Sprung wagt, bekommt eine moderne Notizen-App mit Zukunft. Und falls euch OneNote nicht gefällt: Die meisten Alternativen können inzwischen auch OneNote-Daten importieren. Ihr seid also nicht festgenagelt.
Der beste Zeitpunkt für den Wechsel? Jetzt. Je länger ihr wartet, desto mehr Daten müsst ihr später übertragen.
Zuletzt aktualisiert am 09.04.2026

