Wer mit Windows Terminal, PowerShell oder der klassischen Eingabeaufforderung arbeitet, kennt das Problem: Das Konsolen-Fenster öffnet sich immer mit der gleichen Standardgröße und Position. Für produktives Arbeiten ist das oft nicht optimal. Die gute Nachricht: Ihr könnt sowohl die Größe als auch die Position dauerhaft anpassen.
Klassische Eingabeaufforderung (cmd) konfigurieren
Für die traditionelle Windows-Konsole funktioniert die Anpassung so:
- Zunächst ein neues Fenster der Eingabeaufforderung öffnen.
- Jetzt durch Ziehen an den Rändern und an der Titelleiste die gewünschte Größe und Lage auf dem Bildschirm festlegen.
- Nun auf das Symbol links oben im Fenster klicken, um dort die Eigenschaften aufzurufen.
- Die angezeigten Werte notieren, bevor das Fenster geschlossen wird.
- Nach erneutem Klick auf das Menü-Icon jetzt die Standardwerte aufrufen, um dann die notierten Werte hier einzutragen.
Fertig! Sobald die Änderungen gespeichert werden, gelten sie ab sofort für alle neu geöffneten Fenster der Eingabeaufforderung.
Windows Terminal – Die moderne Alternative
Seit 2020 ist Windows Terminal die empfohlene Konsolen-App von Microsoft und mittlerweile Standard in Windows 11. Hier funktioniert die Konfiguration deutlich eleganter:
- Windows Terminal öffnen (Windows-Taste + X, dann „Terminal“)
- Mit Strg + Umschalt + Komma die Einstellungen öffnen
- Im Bereich „Startup“ könnt ihr die Fenstergröße unter „Launch size“ festlegen
- Unter „Launch mode“ wählt ihr zwischen „Default“, „Maximized“ oder „Focus mode“
- Die Startposition lässt sich über „Centered on screen“ aktivieren
Windows Terminal speichert Änderungen automatisch in einer JSON-Datei. Fortgeschrittene können diese direkt bearbeiten, um komplexere Konfigurationen vorzunehmen.
PowerShell ISE und Visual Studio Code
Wer PowerShell intensiv nutzt, sollte auf moderne Alternativen setzen. PowerShell ISE ist seit 2021 nicht mehr in aktiver Entwicklung. Microsoft empfiehlt stattdessen Visual Studio Code mit der PowerShell-Erweiterung. Hier lassen sich Fenstergröße und -position über die workspace-spezifischen Einstellungen definieren.
Registry-Tweaks für Profis
Für systemweite Änderungen könnt ihr auch direkt in die Windows-Registry eingreifen. Die relevanten Schlüssel findet ihr unter:
- HKEY_CURRENT_USERConsole
- HKEY_CURRENT_USERConsole%SystemRoot%_system32_cmd.exe
Hier lassen sich Werte wie „WindowSize“, „WindowPosition“ und „ScreenBufferSize“ direkt setzen. Achtung: Immer vorher ein Registry-Backup erstellen!
Tipps für optimale Konsolen-Ergonomie
Die ideale Konsolen-Größe hängt von eurem Workflow ab. Für Systemadministration empfehlen sich mindestens 120 Spalten und 30 Zeilen. Bei 4K-Monitoren könnt ihr deutlich größere Fenster nutzen, ohne dass die Schrift zu klein wird.
Moderne Terminals unterstützen auch Tabs und Split-Panes. In Windows Terminal könnt ihr mit Strg + Umschalt + T neue Tabs öffnen und mit Alt + Umschalt + Plus das Fenster vertikal teilen.
Automatisierung mit Profilen
Windows Terminal erlaubt die Erstellung verschiedener Profile für unterschiedliche Szenarien. Ihr könnt separate Profile für PowerShell, cmd, WSL oder Azure Cloud Shell anlegen – jedes mit eigenen Größeneinstellungen, Farbschemata und Startverzeichnissen.
So erstellt ihr ein neues Profil:
1. Einstellungen öffnen (Strg + Komma)
2. „Add a new profile“ wählen
3. „Duplicate“ für Basis-Profil verwenden
4. Name, Größe und weitere Parameter anpassen
Fazit
Die Zeiten winziger Konsolen-Fenster sind vorbei. Moderne Tools wie Windows Terminal bieten umfangreiche Konfigurationsmöglichkeiten für optimale Produktivität. Wer noch die klassische Eingabeaufforderung nutzt, sollte zumindest die Grundkonfiguration anpassen – oder gleich auf zeitgemäße Alternativen umsteigen.
Zuletzt aktualisiert am 07.03.2026

